Wie ich einmal gälisch gesprochen fast getötet hätte... (Forum)

Celtic, Saturday, 15.08.2015, 01:23 (vor 3892 Tagen)

Wie ich einmal gälisch gesprochen habe

Es war vor nicht allzu langer Zeit (8 Jahre?), als ich mit dem Gerhard in Irland war.
In Cork warn ma, und der Gerhard hat gesagt, noch Cobh geht a Zug. Also auf zum Bahnhof und ab nach Cobh (gesprochen wie Cove). Cobh ist der letzte Hafen, der die Titanic gesehen hat.

Schönes Hafenstädtchen, viele Touristen. Sehr viele Pubs, wunderbar.
So, ab zum Zug, haben wir uns gedacht. Wir waren natürlich zu früh da, aber ein älterer Herr hat sich unserer angenommen und uns alles über Cobh erzählt, was er wusste. Ganz zum Schluss, als wir schon zum Zug mussten, hat er noch angefangen, uns auf Gälisch vollzulabern.

Auf mein Händeschütteln und die Worte „Go raibh maith agat agus slán!“ (Dank schee und servus) hat es ihn ziemlich gerissen, und wir hatten schon Angst, dass es ihm die Haxn wegzieht. Er hats überlebt, jedenfalls soweit man es aus einem wegfahrenden Zug sehen kann.

Mein komplettes Gälisch-Repertoire hätte fast einen Menschen das Leben gekostet. Aber DER hat angefangen!

Literaturtipp

hjs marcelreichranicki, Saturday, 15.08.2015, 12:22 (vor 3892 Tagen) @ Celtic

Ich hätt da mal nen Tipp für dich. Hab ich selbst gerade gelesen. "The Guts" von Roddy Doyle. Den kennst du sicher, er hat Anfang der Neunziger die Barrytown-Trilogie mit den "Commitments" geschrieben. Und mit dem Buch jetzt nach 20 Jahren die Hauptfigur Jimmy Rabbitte wieder zum Leben erweckt. Aber nicht hundertprozentig, denn es geht um Krebs. Trotzdem lustig und schön zu lesen. Gerade für dich als Irlandfan.

Laut Amazon (noch) nicht auf Deutsch übersetzt.

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