zunächst einmal, Lüngerl, die Ruderwettbewerbe sollen in der Lagoa de Freitas stattfinden. Da befindet sich auch der lokale Ruderclub (Flamengo?), das passt irgendwie. Dass aber irgendetwas in der Guanabara Bucht stattfinden kann, ist mir unvorstellbar. Wenn man mit der Fähre von Praca XV nach Niteroi übersetzt, dann ist eine der Auffälligkeiten, neben dem tollen Blick auf Teresopolis, die Stadt ,den Corcovado, den Zuckerhut, die landenden und startenden Flugzeuge vom Santos Dumont, das schmutzige Wasser. Die Brühe ist tiefbraun und sonst nichts. die schaumigen Wellen, die das Schiff produziert, sind es ebenfalls. Ich glaube, wenn man da reinfällt, löst man sich in einem Säure-organische Chemikaliengemisch sofort auf. In Botafogo oder Flamengo baden zu gehen ist unvorstellbar. Der Strand von Copacabana, sozusagen um die Ecke, leidet unter dieser Wasserqualität, wenn die Strömung falsch ist, ist Copacabana versifft und nicht zum Schwimmen geeignet, Schuld hat die Guanabara. Erst in Ipanema scheint der Spuk vorbei zu sein, da gab es nie Probleme mit der Wasserqualität.
Wie kann man beim IOC auf den Gedanken kommen, dass irgendwelche Versprechungen zur Wasserqualität dieser Drecksbucht realistisch sind?
Na ja, wie sagte der ungeschätzte Thomas Bach im Windsor hier in Copacabana: die Arbeiten sind sehr weit fortgeschritten. Auch das stimmt nicht. Rio ist eine einzige Baustelle, es gibt nirgendwo auch nur den geringsten Glanz eines Neubaubereichs. Da, wo der Perimetral verlief, der abgerissen wurde für eine neue Uferpromenade, ist bislang nur zu sehen, dass der Perimetral weg ist. Sonst nichts.
Störts? Nö. Scheißkommerzolympia. Nichts erzähle ich lieber, als dass sich die Bürger in Bayern gegen Olympia entschieden haben. Auch wenn es die brunzdumme Frau Riesch mit dem komisch strengen Gesichtsausdruck nicht wahrhaben will. Bei dem Punkt waren die Münchner und Preissn wie ich doch sehr umsichtig und haben die rote Karte verdient.
Ich denke, die olympische Idee verdient Spiele in der Guanabarabucht.