Journalismus-Imitat: Wirtschaftsteil bei der "SZ" (Forum)
Der investigative Journalist Sebastian Heiser berichtet in seinem Blog, was er in Diensten der Süddeutschen Zeitung in Sachen Käuflichkeit von Redaktionen erlebt hat. Als sich die Süddeutsche mit den Swiss-Leaks als "Weißer Ritter" gebärdete, hatte Heiser offenbar die Schnauze voll.
https://heisersstimme.wordpress.com/2015/02/16/sz-leaks-schleichwerbung-fur-steuerhinterziehung/
Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass er, um Beweise für seine Behauptung zu sammeln, die eigenen Kollegen in der Redaktion ausspionierte und verdeckte Tonaufnahmen erstellte, die er auch auf seinem Blog verbreitet. Heiser sieht sich durch die Pressefreiheit zur Spionage "befugt". Das ist umstritten.
http://www.heise.de/tp/artikel/44/44214/1.html
Nun ist das nicht unbedingt eine Sensationsstory, denn wer sich ein wenig auskennt im Verlagswesen und nicht völlig blauäugig unterwegs ist, der wusste natürlich wie die Dinge laufen – nicht nur bei der Süddeutschen. Um zu erkennen, dass speziell der Wirtschaftsteil der "SZ" und seine Sonderableger mehr eine Art Rahmen für die bezahlten Anzeigen ist, musste man ihn nur ab und an gelesen haben.
"Wie heißt das Gedöns nochmal, das immer um die Anzeigen rum ist? Ach ja, Redaktion", lautet ein mir aus glaubhafter Quelle überliefertes Bonmot eines bekannten Qualitätszeitungsverlegers im trauten Kreise, der einen solchen Ausspruch auf Nachfrage natürlich entschieden bestreiten würde 
