Vollste Zustimmung zu Deinem Weltbild. Es kommt wirklich nicht darauf an, ob einer In- oder Ausländer ist. Alleine, weil eine solche Differenzierung schon bei den Menschen mit zwei Staatsangehörigkeiten ins Wanken gerät. In welche Gruppe soll man solche Zwitter denn am Ende stecken?
Man muss allerdings einräumen, dass die Wahrnehmung des jeweiligen Gegenübers als (coolen oder uncoolen) "Mensch" nicht jede Frage in Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion löst.
Insbesondere die Entscheidung, wer in unser schönes Bayernland kommen und vor allem bleiben darf, ist mit Deinem durchaus toleranten Weltbild nicht gelöst.
Hier scheiden sich ja aktuell die Geister. Den einen können die Grenzzäune gar nicht hoch genug sein, andere meinen, dass die, die kommen, nur dann bleiben dürfen, wenn sie sich den vor Ort üblichen bayerischen Gepflogenheiten anpassen und sich bemühen, die bayerische Landessprache zu erlernen.
Arbeitgeberpräsidenten lassen sich aktuell in diesem Zusammenhang wiederum mit folgendem Satz zitieren: "Die Politik muss offen und ehrlich sagen, dass wir auf eine gesteuerte und gezielte Zuwanderung angewiesen sind, wenn wir unser Wohlstandsniveau halten wollen".
Was mir in diesem Zusammenhang aber stinkt, ist das dauernde Polemisieren gegen so genannten "Wirtschaftsflüchtlinge". Wenn man sich anschaut, aus welchen Verhältnissen die Flüchtlinge z.B. aus Eritrea, Somalia, Irak und Syrien kommen und wie lebensfeindlich die Lage in diesen Ländern ist, dann verstehe ich jeden einzelnen dieser Flüchtlinge bei seiner Entscheidung, sich auf die Reise nach Europa zu machen.
Wie wir mit dieser sicher nicht kleiner werdenden Flüchtlingswelle umgehen werden, daran werden wir uns zukünftig wohl messen lassen.
Ich fand dabei einen Gedanken, den der evangelische Pfarrer auf der Demo am Montag artikuliert hat, richtig und wichtig: Die Forderung eines Zuwanderungsrechts aus humanitären Gründen.
Könnte mir allerdings vorstellen, dass so etwas durchaus einiges an Überzeugungsarbeit bedarf 