Luxls Heimat – ein magisches Niemandsland
Joerg
, Friday, 07.11.2014, 14:22 (vor 4161 Tagen) @ Lüngerl
....ich weiß nich mehr genau, wer es gesagt hat, fand das damals übertrieben
Parasitenstaat
... man wird aber immer wieder eingeholt, was man gestern nicht glauben konnt/wollte ist heute realität ....
ich könnte das gewesen sein,
hjs vielleicht ich, Friday, 07.11.2014, 15:24 (vor 4161 Tagen) @ Joerg
sehr aufschlussreich ist heute die Reportage auf Seite 3 der SZ.
So machen es die Deutschbänker
Lüngerl, Friday, 07.11.2014, 15:50 (vor 4161 Tagen) @ Joerg
Luxls Heimat – ein magisches Niemandsland
Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Tuesday, 11.11.2014, 19:37 (vor 4157 Tagen) @ Joerg
Das war hjs damals, weiß ich noch ganz genau. Und damals wie heute ist das eigentlich eine Formulierung, die man erst gar nicht zu kommentieren braucht.
Der angebliche Skandal um „Luxleaks“ ist eh ein absoluter Witz. Geheim sind die Dokumente, die PWC illegal(!) entwendet wurden. Die Tax Rulings an sich waren aber nie ein Geheimnis.
Diese sind seit jeher im Einklang mit dem internationalen Steuer- und Finanzrecht. Kriminell ist da also REIN GAR NICHTS, es wurde nach den gültigen Spielregeln agiert. Ob es fair ist gegenüber den kleinen und mittelständischen Betrieben (die selber 29% USt zahlen müssen), gegenüber den normalen Bürgern (von wegen Steuerparadies, mein bei Amazon tätiger Bruder zahlt hier 41% (!!!) Einkommenssteuer und verlässt das Land bald wieder nach Hongkong, wo es nur 17% sind) und gegenüber dem Ausland ist natürlich eine ganz andere (moralische wie legislative) Frage. Ich hab selber daher schon mehrfach Vorschläge gemacht um das Steuersystem einfacher, gleicher und somit auch gerechter zu machen. Aber die momentanen Spielregeln erlauben jedenfalls dergleichen Vorgehen und Luxemburg profitiert ja nicht allein davon. Die Franzosen haben Monaco, die Briten ihre Oversea Territories… Daher setzt eine vernünftige Kritik hier am System an, nicht an einer bestimmten Nation wie die SZ es tut. (Ich werde erst gar nicht davon reden, was man bereits alles für Bedingungen erfüllt hat in den letzten Jahren, zuletzt mit dem Informationsaustausch.)
Meine Meinung als (klassisch) Liberaler ist natürlich, dass es im Sinne Hayeks einen gewissen Steuerwettbewerb braucht, um der Gefräßigkeit des Leviathans Grenzen zu setzen, aber auch die Global Players sollen natürlich ihren Teil dazu beitragen, die öffentlichen Dienstleistungen mitzufinanzieren. Dafür müssen gemeinsam Spielregeln erarbeitet werden. Eine bestimmte Nation allein anzugreifen ist kindisch.
Dies nur für etwaige mitlesende Dritte, bei Sozis wie euch bringt das eh wohl leider nix.
Kein Gruss, denn wieso sollte ein "Parasit" zwei Vollhonks grüssen.
Luxls Heimat – ein magisches Niemandsland
my taxpayer mind, Tuesday, 11.11.2014, 19:58 (vor 4157 Tagen) @ Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !
Ich stimme Dir zu, dass das was Luxemburg macht nicht kriminell ist. Ein souveräner Staat darf auch selbst über seine Steuersätze bestimmen. Und ich begrüße es, wenn ein Staat mit weniger auskommt und dem Bürger mehr lässt. So soll es sein.
Das anrüchige ist, dass das Geschäftsmodell, das Luxemburg fährt, sich ausschließlich für Zwergstaaten eignet, die steuerbares Einkommen ins eigene Land ziehen dort niedrig besteuern und anderen Staaten ihre Steuerbasis entziehen, obwohl in Luxemburg selbst in diesen Fällen substantiell nichts passiert und kein Mehrwert geschaffen wird.
Das ist mindestens unfair und sollte innerhalb der EU nach meinem Verständnis beendet werden, damit sich gut verdienende Unternehmen nicht so leicht von ihrer Pflicht zur Steuerzahlung befreien können. Tatsächlich kann man auch den Unternehmen bzw. den Vorständen keinen Vorwurf machen, dass sie so handeln wie sie es tun. Wenn es eine legale Möglichkeit gibt die Steuerlast zu mindern müssen sie das im Interesse ihrer shareholder auch tun.
Bedenkenswert ist aber natürlich Dein Einwand mit dem Steuerwettbewerb. Das wäre in der Tat fatal, wenn man diesen etwa über eine Einheitsbesteuerung in der EU ausbremsen würde.
Luxls Heimat – ein magisches Niemandsland
Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Tuesday, 11.11.2014, 20:19 (vor 4157 Tagen) @ my taxpayer mind
Danke für diese Worte! Schön zu sehen dass es auch noch vernünftige Menschen in der Bar gibt, die was zu sagen haben und nicht nur populistisch "Parasitenstaat" schreien.
Das anrüchige ist, dass das Geschäftsmodell, das Luxemburg fährt, sich ausschließlich für Zwergstaaten eignet
Oder für gewisse Autonomiegebiete von Großstaaten. Daher mein Verweis auf Großbritannien.
Ich stimme Dir vollkommen zu.
Wir brauchen eine klare ordnungspolitische Trennung zwischen Staat und Wirtschaft. Der Staat muss ober- und ausserhalb der Wirtschaft stehen. Und wir brauchen Gleichheit vor dem Gesetz.
Ich kritisiere auch diesen "cronyism", also diese Mauscheleien zwischen Big Business und Big Government. Das muss aufhören!
Wir sind auch bereit mit den Nachbarländern zu verhandeln deswegen, aber wir wehren uns dagegen, dass wir als die Bösen dargestellt werden (klinge jetzt schon wie der Regierungssprecher, aber ich erlaube mir das mal als engagiertes Mitglied der Partei des neuen Premierministers.)
Luxls Heimat – ein magisches Niemandsland
my taxpayer mind, Tuesday, 11.11.2014, 21:30 (vor 4157 Tagen) @ Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !
Parasitenstaat würde ich nicht sagen, aber unfair ist das schon was Luxemburg macht. Das muss aufhören.
Und da müsst ihr auch nicht eingeschnappt sein wenn man Euch deshalb auf den Pelz rückt. Also ran an den Verhandlungstisch.
Danke für diese Worte! Schön zu sehen dass es auch noch vernünftige Menschen in der Bar gibt, die was zu sagen haben und nicht nur populistisch "Parasitenstaat" schreien.
Das anrüchige ist, dass das Geschäftsmodell, das Luxemburg fährt, sich ausschließlich für Zwergstaaten eignet
Oder für gewisse Autonomiegebiete von Großstaaten. Daher mein Verweis auf Großbritannien.
Ich stimme Dir vollkommen zu.Wir brauchen eine klare ordnungspolitische Trennung zwischen Staat und Wirtschaft. Der Staat muss ober- und ausserhalb der Wirtschaft stehen. Und wir brauchen Gleichheit vor dem Gesetz.
Ich kritisiere auch diesen "cronyism", also diese Mauscheleien zwischen Big Business und Big Government. Das muss aufhören!
Wir sind auch bereit mit den Nachbarländern zu verhandeln deswegen, aber wir wehren uns dagegen, dass wir als die Bösen dargestellt werden (klinge jetzt schon wie der Regierungssprecher, aber ich erlaube mir das mal als engagiertes Mitglied der Partei des neuen Premierministers.)
Luxls Heimat – ein magisches Niemandsland
Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Tuesday, 11.11.2014, 21:51 (vor 4157 Tagen) @ my taxpayer mind
Parasitenstaat würde ich nicht sagen, aber unfair ist das schon was Luxemburg macht. Das muss aufhören.
Mich stört nicht wenn jemand das "unfair" nennt. Ich finde es ja selber nicht unbedingt fair.
Und da müsst ihr auch nicht eingeschnappt sein wenn man Euch deshalb auf den Pelz rückt. Also ran an den Verhandlungstisch.
Die neue Regierung ist offener als jede vorher dafür, das kann ich Dir garantieren.
