"Barça ist die perfekteste Kindermühle" (Forum)

daromirei, Friday, 30.05.2014, 22:01 (vor 4323 Tagen) @ Lüngerl

du sprichst von denen, die es geschafft haben, einen der begehrten Ausbildungsplätze zu bekommen. Die haben vergleichweise das große Los gezogen. Stimmt. Die wenigsten Aspiranten kommen allerdings so weit.

Problematisch ist das "Berater"-Milieu, das mit und an den Kindern verdient. Je ärmer desto besser. Da hat sich eine komplette Verwertungskette gebildet.


naja, oben schreiben, dass nur die wenigsten an die Geldtöpfe kommen und unten, dass die bösen Beratern an den Kindern verdienen...

Die verdienen aber auch nur, wenn es die Kids schaffen - alles andere sind Investitionskosten - klingt zynisch, ist aber so - diese Berater/Investoren gibt es doch in jeder Branche, die einen investieren in Beine, andere wieder in Softwarefirmen....
Mit Sichrheit zieht der Fussball viele unsaubere Leute an, aber alle Berater über einen Kamm scheren......
Und wie oft ist auch der Vater/Onkel etc. der Berater des Kindes ?
Diego/Pizzaro etc. alle ausgebeutet von Ihrem Daddy ?

Juan Pablo Meneses: "Wenn wir zum Beispiel einen Achtjährigen zum Pfirsichpflücken nach Europa holen, mit dem Ziel, aus ihm den besten Pfirsichpflücker der Welt zu machen, wäre das Sklavenarbeit. Wenn wir das mit einem Fußballtalent machen, applaudieren alle."

Dann wäre der Junge immer noch der besserverdienende Pfirsichpflücker als die daheimgebliebenen.....

Und was ist dann der Unterschied zu dem Jungen aus Niederbayern, der mit 11 oder 12 in die grosse weite Welt nach München, Berlin Hoffenheim t.b.c. geschickt wird ?
Ist der soviel besser dran oder weniger arm dran, weil er aus D kommt ?

Zu den Jungs die scheitern noch ein Wort:
Es gibt in Deutschland ca. 36 NLZ, geht man bei der U19 von einer Kadergrösse von 20 Spielern aus, davon 10 Spieler die jedes Jahr altersbedingt aus der Mannschaft fallen, hast Du also 360 Spieler die bei den Vereinen unterkommen müssen - wieviele von den Jungs schaffen den da den Sprung in das profitable Profigeschäft ?
Und diese Kerle haben seit sie 12/13 Jahre waren,nauch nichts anderes gemacht, als sich auf den Sport konzentriert...

Eine Ausbildung als Fussballspieler zu bekommen, ist wie eine Wette auf die Zukunft - mal gehörst du zu den Gewinnern, mal hast Du eine Niete gezogen - ganz egal von welchen Kontinent du kommst.

Und ich bin immer noch der Meinung, dass so ein Afrikanischer oder Südamerikanische Junge im Zuge seiner Ausbildung zum Fussballer mehr Möglichkeiten für sein weiteres Leben hat, als derjenige der im Slum nicht entdeckt bzw. nach der Meinung des Hr. Schriftsteller nicht ausgebeutet wurde.....

Wãre ich so ein Junge aus der Favella, würde ich mich lieber versklaven lassen und hoffen an die Geldtöpfe zu kommen, als gleich an
einer überdosis Crack im Abwasserkanal zu landen oder vom freundlichen Drogendealer aus der Nachbarschaft, nachdem er mich zuerst abhängig gemacht und den Hintern gepudert hat, erschiessen zu lassen.....

Just my 2 Cents buona notte


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