Bericht aus Lautern

Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Tuesday, 01.10.2013, 00:16 (vor 4561 Tagen) @ Löwenbomber

29.09.2013. 1.FC KAISERSLAUTERN-TSV 1860 MÜNCHEN 3:0

Kurz nach acht fuhr CK, in Löwentrikot und mit 1860-FCK-Freundschaftsschal,- wegen Gleisarbeiten per Sonderbus- nach Esch-sur-Alzette, von wo aus er mit einem Zug der CFL in die Hauptstadt fuhr. In Luxemburg-Stadt hatte er über eine halbe Stunde Aufenthalt, bis es wiederum mit einem Bus nach Saarbrücken ging.

In Saarbrücken waren schon die ersten Fans der roten Teufel am Bahnhof anzutreffen. Auch ein paar wenige Löwenfans (aus der Gegend von Trier) waren anwesend. Einer gab CK gleich mal ein mitgebrachtes Flaschenbier aus. Sehr nett :-) Die Jungs durften mit ihrem Ticket aber leider nur Bummelbahn fahren, so stieg CK kurz vor elf doch allein in den TGV nach Kaiserslautern, wo er gegen halb zwölf ankam.

Vor und im "12ten Mann" war bereits die Hölle los. Zig FCKfans und ein paar Blaue tranken gemeinsam gutgelaunt Bier. CK gesellte sich zu einer Gruppe von vier Löwenfans und einem Lauterer Mathematikstudenten und Cellisten, der nach eigener Aussage rein zufällig in der Kneipe gelandet war und noch nie in seinem Leben auf einem Fussballspiel war. Das sollte sich an diesem Tag ändern, denn Lauterer Fans nahmen ihn später mit in die Westkurve. CK verstand sich auf Anhieb gut mit dem jungen Mann und auch mit den Löwenfans am gleichen Tisch. Letzteren kaufte er noch eine Stehplatzkarte für den Auswärtsblock ab, die jene über hatten.

Mit den besagten Löwen ging es hoch zum Betze. Vor dem Treppenaufgang zur Ostkurve blieb die Gruppe bei einem Verkaufsstand hängen, wo CK es nicht lassen konnte, sich für 15 Euro ein T-Shirt mit folgender lustiger Aufschrift zuzulegen: "Lieber eine Schwester im Puff als ein Bruder beim FC Bayern" ;-) Dieses T-Shirt gefiel ihm schon seit Jahren.

Am Stadioneingang konnte CK kostenlos seinen Rucksack abgeben. Danach legte er sich erst mal eine Plastikkarte zum Bezahlen zu. Er lud 18 Euro darauf, naiverweise annehmend dass dies schon ausreichen würde. Im Auswärtsblock traf der Luxemburger auf Sebastian und Mathias aus Ludwigshafen, zu denen er sich hingesellte. Noch vor Anpfiff holte Sebastian mit CK´s Karte drei Bier und meinte, diese sei nun fast wieder leer. CK konnte es kaum glauben. Leer nach nur drei Bier? Aber tatsächlich kostet ein Bier (inklusive Pfand!) mittlerweile 5,50 Euro (!!!) im Fritz-Walter-Stadion. Heftig! In der Westkurve gratulierte ein Transparent den Giasinger Buam zu ihrem 1860 Tage nun schon andauernden Bestehen. Sehr schön! :-)

Die erste Halbzeit des Spiels kontrollierte der 1.FCK, der immer wieder gefährlich vor Kiralys Tor auftauchte, dem es aber nicht gelang ein Tor zu erzielen. Mit einem für die Löwen recht glücklichen 0-0 ging es in die Pause. In dieser gab nun Sebastian ein Bier aus, der dafür aber erstmal wieder Bargeld auf die Karte seines Bruders laden musste.

In der zweiten Hälfte rannte der in allen Belangen bessere, weil zweikampfstärkere, lauffreudigere und vor allem spielerisch überlegene FCK weiter an. Chancen über Chancen für die Hausherren, die zumeist im Ballbesitz waren. Die Münchner waren gar nicht wirklich mit von der Partie. Vor allem auf der linken Seite des TSV hatte der FCK leichtes Spiel. Wojtkowiak bot eine unterirdische Vorstellung. Furchtbar. Folgerichtig ging der FCK hochverdient mit 1-0 durch Gaus in Führung (51´). Am Ende hiess es gar 3-0, nachdem auch der eingewechselte Zoller und Idrissou zugeschlagen hatten. Eine Lehrstunde für 1860! Während die roten Teufel stolz eine Ehrenrunde durch das Stadion drehten und mit den Fans in der Westkurve feierten, schlichen die Gäste mit hängendem Kopf zum Auswärtsblock, wo die noch verbliebenen Löwenfans- die während des Spiels auch eher kleinlaut gewesen waren- ihrem Unmut und ihrer Enttäuschung freien Lauf liessen.

Die Ludwigshafener brachen in der Folge nach Hause auf, während CK noch auf Carlos aus Basel, dessen Freundin und Allesfahrer Wolfgang traf. Mit ihnen redete er noch kurz, bevor er zu Fuß zurück zum zwölften Mann aufbrach. Unterwegs genehmigte er sich noch eine rote Wurst und später einen Kebab, den er am Bahnhof verspeiste.

Im zwölften Mann traf CK noch auf ein paar ihm bisher unbekannte Löwenfans, aber auch wieder Wolfgang und "den Mainzer". Zudem war der cellospielende Mathematiker wieder anwesend. Mit eben diesen und ein paar FCKfans wurde sich noch nett unterhalten und Bier zusammen getrunken. Später gab es dann auch noch die Auslosung der nächsten DFB-Pokalrunde live. Der FCK muss zu Eisern Union.

Gegen halb siehen verließ CK die Kneipe und brach zur Bahnhofstrasse auf. Dort sollte ein Bus nach Luxemburg abfahren. Dank der Liberalisierung des Fernreisemarktes gibt es zunehmend preiswerte Busalternativen zu Fernreisen mit der Bahn. So entdeckte der Autor dieses Berichtes die Tage, dass es eben auch längst einen solchen (privaten) Fernbus von Frankfurt über Mainz, Kaiserslautern und Trier nach Luxemburg gibt, den man hier online buchen kann. Nachdem auf dem Weg nach St.Pauli hoch bereits die Privatbahn HKX getestet wurde, stand nun also ein weiterer Test eines aufstrebenden Privatanbieters auf dem Transportmarkt an. Und CK sollte nicht enttäuscht werden. Für 13,50 Euro wurde er in vernünftiger Zeit wieder in Luxemburg "abgeliefert". Im Bus lernte er zudem noch einen netten Rentner kennen, der regelmässig mit dem besagten Fernbus von Luxemburg aus zu FCK-Heimspielen fährt und eine hübsche, junge Frau, die in Luxemburg als Erzieherin arbeitet, früher in Koblenz studiert hat und sowohl die TuS als auch den SV Wehen-Wiesbaden (von dem sie ein Trikot anhatte!) unterstützt. Mit beiden wurde sich noch nett unterhalten und die Zeit verging wie im Flug. Der Rentner hatte überdies Flachmänner (Wodka Gorbatschow und Jägermeister) dabei, die er CK netterweise anbot, welcher sich natürlich nicht zweimal bitten ließ. ;-)

In Luxemburg angekommen, ging es mit Zug und Sonderbus zurück zum Belval. Bis Noertzange wurde CK dabei noch von dem pensionierten FCKfan begleitet. Jener kommt übrigens aus einer Familie voller Bayernfans. Als einziger Lauterer stemmt er sich tapfer gegen die Übermacht der Säbener Bande. Lobenswert.
Mal abgesehen vom katastrofalen Auftreten der Sechziger und der hohen Niederlage war es ein recht angenehmer Tag gewesen und CK legte sich nicht mal unzufrieden schlafen. Am Tag darauf sollte er jedoch den Alkkonsum ein wenig bereuen, denn es ging doch mit einem leichten brummenden Schädel zur Arbeit. Gez. euer CK.

Mein Lieblingssatz aus Deinem Bericht

LU-Löwe, Tuesday, 01.10.2013, 12:53 (vor 4561 Tagen) @ Löwenbomber

Und ich bin wieder Schuld, dass die Karte im Stadion leer war...

:-)

Schlechter Bericht ...

tomtom, Tuesday, 01.10.2013, 13:01 (vor 4561 Tagen) @ LU-Löwe

... weil nur sieben Mal "Bier" vorkommt. (-;

Schlecht recherchiert!

Weisswuaschd to go, Tuesday, 01.10.2013, 15:35 (vor 4560 Tagen) @ tomtom

Weil jeder weiß, dass der "Sebastian" aus Ludwigshafen nicht "Sebastian", sondern Ludwig heißt.
Sonst wäre er doch aus Sebastianshafen!

Mir ist das schleierhaft, wieso die vielen Menschen immer Sebastian zum Ludwig sagen.

Schlecht recherchiert!

ludwigshafener löwe, Tuesday, 01.10.2013, 20:57 (vor 4560 Tagen) @ Weisswuaschd to go

Servus!

Stimmt, du und der Bomber nennen mich immer so :-) Dich treffe ich nur leider seltener.

Aber Sebastianshafen hätte schon was.

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