WM 2022 in Katar - Sklaverei, Mißbrauch und Ausbeutung

Kraiburger, Monday, 30.09.2013, 08:28 (vor 4564 Tagen) @ Blatter Sepp Unschuldslamm

Die Schuld für diese Ausbeutung dem Blatter alleine in die Schuhe zu schieben halte ich für falsch.


Richtig ist eher, dass der gesamte Bauboom im arabischen Raum auf solches moderne Sklaventum aufgebaut ist.
Persönlich ist mir das im großen Stil in Dubai 2006 aufgefallen, wo mir deutsche Ingenieure die Lebensumstände der vorwiegend pakistanischen und indischen Arbeiter erklärten und zusicherten, dass vor allen Dingen die dort engagierten westlichen Firmen sehr an der Veränderung der Situation interessiert sind.

Wenige Wochen nachdem ich da war gab es auch unter dne etwa 3.000 Arbeitern am mittlerweile größten Hochhaus der Welt (Burj Kalifa alias Burj Dubai) einen großen Streik, der ihre Situation wohl deutlich verbesserte.


Die Lebensumstände sind dummerweise typisch für diesen Raum und es bleibt zu hoffen, dass sich das Engagement der westlichen Firmen auch hier zur Arbeitssicherheit durchsetzt.

Der Scheich von Katar hat knapp 50 Milliarden Dollar bereit gestellt um sie im Rahmen einer großen Verlosung für die Ausrichtung einer Fußball-WM in die Welt zu verteilen. Das ganze Projekt wird das größte Bauprojekt der Neuzeit und viele Firmen, auch aus Deutschland, nehmen daran teil. Die ersten Vergaben dazu sind in den letzten WOchen erfolgt. Der momentane Aufschrei tut vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt richtig gut, damit die Situation dort besser wird.

Was den Blatter angeht: Der bekommt vorraussichtlich vom Scheich von Katar ein Zertifikat darüber, dass alles in Ordnung sei. So behält Blatter und die FIFA ihre weiße Weste.

WM 2022 in Katar - Sklaverei, Mißbrauch und Ausbeutung

Schlaumeier, Monday, 30.09.2013, 11:37 (vor 4564 Tagen) @ Kraiburger

Ihr könnts ja mal nachgooglen wieviel Aufträge der Ismaik mit seiner Arabtec in Katar so hat

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