@Briada / Stüberl-Kritik & Frage (Forum)
Servus Briada und unwürdiges Restvolk,
ich hab heute die Innenräume vom Stüberl mit einer Bekannten eingeweiht (18.45 Uhr).
Erfreulich: Der Daniel hat bedient und uns sofort einen Platz bei ihm zugewiesen.
Weniger erfreulich: Die komischen Hirschköpf an den Wänden. Ist nicht so mein Geschmack, das hat was kitschiges. Aber darüber kann man ja diskutieren.
Die GetränkepPreise haben sich erhöht (die Hoibe für 3,30), beim Essen blieb man moderat - dafür gibt es aber auch nur noch eine Beilage zu den Speisen.
Menüs gibt es gar nicht mehr, auch ein Schnitt wird nicht mehr angeboten.
Bestellt hab ich einen Schweinsbraten - der war allerdings aus, der Neue erst in 45 Minuten fertig. Das nehme ich positiv: So gibts wenigstens keinen uralten Schweinsbraten vom Mittag.
Als Alternative hab ich den Seelachs im Augustiner-Bierteig mit hausgemachtem Kartoffelsalat genommen, meine Bekannte ein Schnitzel mit Pommes.
Der Seelachs war in Ordnung (da kann man nicht viel falsch machen), der Kartoffelsalat allerdings ein Graus: Schmeckte eher nach nix und war definitiv nicht hausgemacht, sondern fertig gekauft. Mit 8 Kilo Salz und Pfeffer gings dann. (@ehemaliger GröALaZ: Kartoffelsalat mediteran wird nicht angeboten).
Selbiges beim Schnitzel: Das war furchtbar fad und langweilig. Der Koch hat schlichtweg vergessen, das Fleisch zu würzen.
Die Portionen waren ordentlich, da gibts nix zum jammern.
Trotzdem war das Essen eher nix.
Die Krönung kam aber dann noch:
Ich hab den Daniel vorher schon gefragt, ob man noch karteln darf, was er bejahte.
Also bin ich nach der Rechnung (30,80 für 2 Hauptgerichte und 4 Helle) zum Obermufti hin - einem komischen, jungen Unsympathen.
Ganz brav hab ich mich als Stammgast vorgestellt, der gerne mit seinem Schafkopfstammtisch auch gerne weiterhin im Stüberl hinten karteln würde.
Der Guru schaute etwas skeptisch und schlug das Reservierungsbuch auf.
Der 15. Oktober ab 19 Uhr sollte es bittschön sein.
"Also da ist das Hauptgeschäft, gehts nicht etwas früher?"
Ich habe ihm generös 18.30 Uhr angeboten.
"Da ist immer noch Hauptgeschäft! Essen Sie denn wenigstens was?"
Daraufhin hab ich (durchaus höflich) gemeint, dass wirs auch bleiben lassen können und dass wir halt wo anders hingehen. Ist ja kein Problem. Ich war schon halb in der Drehung gen Tür, dann hat ihn anscheinend dann doch der Ruach gepackt, weil er daraufhin dann doch sofort einen Eintrag mit meinem Nachnamen in sein dickes Biachal gemacht hat.
Ein "Wiederschaun" kam ihm trotzdem nicht über die Lippen, ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen zog er von dannen.
Etwas irritiert und ziemlich angesäuert bin ich dann in die U-Bahn gen Heimat gestiegen - ich hätte am liebsten gleich gesagt, dass er uns wieder rausstreichen soll.
Deswegen die Frage, liebe Briada:
Wir hätten den Tisch am 15. Oktober ab 18.30 Uhr (wegam Hauptgeschäft, wissts scho...). Trotzdem hab ich momentan die Tendenz, den Tisch abzusagen. Denn "Willkommen" hab ich mich in diesem Moment nicht gefühlt. Und hätte das windige Zigarettenbürscherl nicht zum schreiben angefangen als ich gehen wollte, müsste ich mich nicht ärgern.
Ihr müsst entscheiden: Geben wir dem Stüberl noch eine Chance oder lassmas bleiben und wir gehen woander hin (z.B. ins Bürgerheim)?
