Die Deportation von Fußballfans (Forum)

Nikiforov, Friday, 16.08.2013, 11:11 (vor 4611 Tagen) @ Heidelberg

Für die Inhalte des Blogs bin ich nicht zuständig und die Wortwahl bzw. der Vergleich ist an dieser Stelle sicher unglücklich, aber dennoch wird die Problematik doch recht anschaulich dargestellt.

Richtig. Aber der Autor argumentiert sowas von daneben, dass er Widerspruch geradezu provoziert..

Der wesentliche Unterschied zu einer Deportation besteht darin, dass sich alle "Deportierten" in diesem Fall freiwillig auf Deportationstour begeben. Dass die Umstände unter aller Sau sind, mag sein. Aber im Gegensatz zu "echten" Deportierten kann in diesem Fall jeder sagen "Leckt mich am A..." und einfach Zuhause bleiben.

Deportierte aber haben kein Zuhause. Weil man sie gegen ihren Willen von dort weg bringt. (Also wenn schon, dann sind Löwenfans Deportierte... Sarkasmus over)

Wer solch wesentliche Unterschiede ignoriert muss sich nicht wundern, wenn er nicht ernst genommen wird. Eine Verbesserung des Umgangs mit Fußballfans lässt sich so sicher nicht bewirken.

Geradezu hirnrissig vom Autor ist es, Fußballfans und Asylsuchende gegeneinander auszuspielen. Anstatt die Zwangsmaßnahmen des Schweizer Staates generell zu hinterfragen, fühlt er sich gegenüber anderen Personengruppen, die ebenfalls in ihren Rechten bedroht sind, zurückversetzt.

Wer glaubt, dass es Fußballfans in der Schweiz oder auch in Deutschland schlechter geht als Asylbewerbern, der sollte vielleicht mal ein Asylbewerber-"Heim" (eher: Lager) besuchen oder einen Abschiebeknast.


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