Alles eine Frage der Zeit... (Forum)

Ewiggestriger, Tuesday, 24.01.2012, 12:06 (vor 5167 Tagen) @ Wuaschd
bearbeitet von Ewiggestriger, Tuesday, 24.01.2012, 12:28

Schneider wird dann als der Präsident in die Geschichte eingehen, der 1860 innert kürzester Zeit mit Haut und Haaren verspeist ääääh verkauft hat.

Und als der, der nicht anders konnte, wenn er persönlich nicht eine Menge Geld verlieren wollte. Das war die Zwickmühle, in der Schneider gesteckt hat. Er und eine Reihe anderer Löwen und Nichtlöwen, die er dazu überredete, hatten der KGaA Geld geliehen bzw. für Kredite gebürgt. Die Kohle wäre im Falle einer Insolvenz und eines "Neuanfangs in Freiheit" definitiv weg gewesen. Das durfte unter keinen Umständen passieren. Die Klub-Interessen waren dabei nachrangig. Nicht generell, aber in diesem speziellen Fall eben schon.

Schneider ist persönlich sicher ein ehrenwerter Mann. Zumindest wirkt er so. Tiefblau ist er auch. Allerdings hat er sich in eine völlig aussichtlose Lage manövriert. Nachdem die KGaA "gerettet" war, wollte Schneider plötzlich wieder Vereinsinteressen vertreten. Ziemlich vehement sogar. Auch, weil ihm klar war, dass er die Vereinsinteressen zuvor etwas, nennen wir es vernachlässigt, hat. Das wollte er wieder gut machen. Dabei musste er feststellen, dass er die Geister die er rief, nicht mehr los wird. Deshalb stand er mächtig unter Druck und vermochte zuletzt Freund von Feind nicht mehr länger zu unterscheiden. Seine Personalentscheidungen lassen eine tiefe Unkenntnis der Geschichte des TSV 1860 und mangelnde Menschenkenntnis vermuten. Game over.

Schneider ist eine tragische Figur. Voll guten Willens hat er alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Ein echter Löwe halt.


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