AZ-Aktion: Rettet die Löwen! (Forum)

tomtom, Tuesday, 22.03.2011, 18:47 (vor 5090 Tagen)

Unter anderem heißt es dort: "Täglich werden an dieser Stelle prominente Anhänger, Geldgeber oder Sponsoren ihre ideelle Unterstützung für die Blauen bekunden. Sie erklären, weshalb 1860 ein Stück München ist, weshalb München ohne professionell kickende Blaue undenkbar wäre – oder, warum es sich lohnt, in die Löwen zu investieren. Wenn Sie, liebe AZ-Leser, dem Verein konkret helfen wollen: Die Gespräche mit den Vereinsoberen über eine Hilfsaktion laufen."

Chefredakteur Arno Makowsky kokettiert mit seiner FCB-Leidenschaft und faselt großmütig rum: "Die Löwen sind ein Teil von München – und zwar als schlagkräftiges Profiteam, nicht in der fünften Liga. (...) Der TSV 1860, das ist noch immer eine starke Marke, ein Traditionsverein, in den es sich zu investieren lohnt. Mit Präsident Dieter Schneider und Geschäftsführer Robert Schäfer haben die Löwen eine seriöse Führung, der man eine Sanierung zutraut. Ob sie es packen? Wir wünschen es ihnen. Und uns." Naja, eh klar, dass es die "AZ" für seriös hält, wenn man dem Uli in den Allerwertesten kriecht und weiter auf Pump leben will.

Ja, klar, würde es denen auch nass reingehen, wenn wir in der Bayernliga kicken. Übrigens, ärgerlich, dass nach rund acht Stunden mein Kommentar im "AZ"-Tribünenblog "Warum sterben besser als siechen ist" noch nicht freigeschaltet wurde, ich stelle ihn vorsorglich schon mal hier rein:

Lieber Christian,

bei Deiner Analyse hast Du leider nicht erwähnt, dass auch die Medien - und gerade die "Abendzeitung" - ihren Anteil an der Misere haben: Über Jahre wurde geschmeidig berichtet, ich erinnere nur an die servile Behandlung Karl-Heinz Wildmosers; aber auch die - einfach gekauft anmutende - Berichterstattung zum Stadionentscheid (mein "Journalist"-Artikel "Kaisers Diener"). Alles olle Kamellen, mag jetzt einer einwerfen; aber Hand aufs Herz - so war es doch leider immer. Unter anderem deswegen kaufe ich ja seit letztem Jahr die "AZ" nach über 20 Jahren nimmer; vielleicht geht es einigen Ex-Lesern auch so; aber das ist nur Marginalie.

Im Übrigen wären gar nicht wenige Löwenfans glücklich, wenn es bald vorbei ist. Und da kommt uns Christian Ude ausnahmsweise gerade mal zupaß. Dass die Fans, die sich diese Insolvenz regelrecht herbeiwünschen, nicht unbedingt die Dümmsten oder unkreative Nihilisten sind, haben sie/haben wir wohl in den letzten Jahren öfters bewiesen. Ich erwarte mir im Falle einer Insolvenz freilich auch nicht, dass fortan das Manna vom Himmel fällt, aber zumindest könnte ich mich wieder mit dem Verein identifizieren und würde mich sogar als Fan mal wieder stärker engagieren.

Japanische Walfangflotte: Rettet die Wale!

Wolfgang, Tuesday, 22.03.2011, 22:20 (vor 5090 Tagen) @ tomtom

BANZAI!

Unseriöse Stimmungsmache der "AZ"

tomtom, Wednesday, 23.03.2011, 08:51 (vor 5090 Tagen) @ tomtom

Habe mir heute die "AZ" ausnahmsweise gekauft und muss sagen, dass was das betrieben wird, hat mit Journalismus nur noch wenig zu tun. Es ist einfach unsachliche und unseriöse Stimmungsmache, wenn den Lesern mit dem Holzhammer eingeprügelt wird, dass mit einer Insolvenz das Ende, "das Aus", des TSV 1860 droht. Statt endlich mal sachlich und vielleicht auch ein wenig investigativ zu berichten, probiert man lieber wieder auf die Kacke zu hauen, man hat ja auch eigene Pfründe zu verlieren.

Derweil munkelt man ja, dass es nun doch eine Lösung über die Unicredit und FCB geben soll, ich befürchte, der ganze Krampf wird doch weiter verlängert.

Unseriöse Stimmungsmache der "AZ"

Gusch 2.0, Wednesday, 23.03.2011, 09:00 (vor 5090 Tagen) @ tomtom

verblüffend ist auch die aggressivität, mit der zurzeit ude demontiert wird. scheint eine regelrechte kampagne zu sein.

mal ne frage

laimerloewe (c), Wednesday, 23.03.2011, 13:23 (vor 5090 Tagen) @ tomtom

aus der bankenstadt zürich, in der man leider etwas weiter weg vom geschehen ist:

warum geben denn die roten nur über umwege einen kredit?

was zu lesen war funktionierte ja so: die roten geben der blb einen kredit für 2%, die blb gibt in der selben höhe einen kredit für 4% an die kgaa. mit unicredit wird der deal wahrscheinlich ähnlich laufen.

warum geben denn die aber die verachtenswürdigen nicht selbst einen kredit an die kgaa?

da fallen mir nur zwei gründe ein:

a) ihnen ist das risiko zu gross, bei banken kann man den ausfall eines kredits besser absichern.

b) sie können es ihrer kundschaft nicht weiter verkaufen, dass sie den lokalrivalen am leben erhalten. wobei durch die öffentlichkeit der diskussion, weiss das inzwischen eh jeder...

gibt es weitere gründe?

hat man in münchen sonstige erklärungsansätze?

was meint ihr?

mal ne frage

friedhofstribüne, Wednesday, 23.03.2011, 13:40 (vor 5090 Tagen) @ laimerloewe (c)

aus der bankenstadt zürich, in der man leider etwas weiter weg vom geschehen ist:

warum geben denn die roten nur über umwege einen kredit?

was zu lesen war funktionierte ja so: die roten geben der blb einen kredit für 2%, die blb gibt in der selben höhe einen kredit für 4% an die kgaa. mit unicredit wird der deal wahrscheinlich ähnlich laufen.

warum geben denn die aber die verachtenswürdigen nicht selbst einen kredit an die kgaa?

da fallen mir nur zwei gründe ein:

a) ihnen ist das risiko zu gross, bei banken kann man den ausfall eines kredits besser absichern.

b) sie können es ihrer kundschaft nicht weiter verkaufen, dass sie den lokalrivalen am leben erhalten. wobei durch die öffentlichkeit der diskussion, weiss das inzwischen eh jeder...

gibt es weitere gründe?

hat man in münchen sonstige erklärungsansätze?

was meint ihr?

Ich weiß nicht inwieweit das in den Statuten der DFL geregelt ist, aber ich kann mir
nicht vorstellen, dass das zulässig ist.
So von Mitbewerber zu Mitbewerber.

Mit welcher Chuzpe das Rotgesicht sich allerdings mit öffentlichen Geldern absichern
wollte, grenzt schon an höchste moralische Verwahrlosung.

mal ne frage

Commander, Wednesday, 23.03.2011, 14:18 (vor 5090 Tagen) @ friedhofstribüne

Ich weiß nicht inwieweit das in den Statuten der DFL geregelt ist, aber ich kann mir
nicht vorstellen, dass das zulässig ist.
So von Mitbewerber zu Mitbewerber.

Mit welcher Chuzpe das Rotgesicht sich allerdings mit öffentlichen Geldern absichern
wollte, grenzt schon an höchste moralische Verwahrlosung.

Es geht jetzt wohl v.a. noch um das Ausfallrisiko. Normal würde so ein dubioses Dreiecksgeschäft keine Bank machen, außer sie kann rechtlich einwandfrei das Ausfallrisiko auf ihren Kreditgeber, sprich den FCB, abwälzen. Andere Möglichkeit wäre, dass sich die Hypo-VB dermaßen dem FCB verbunden fühlt, dass sie das für ihn übernimmt. Aus Gefälligkeit und weil 8 Mio. Euro bei denen auch schon wurscht sind.

Hätte der Deal mit der Bayern-LB geklappt und wäre so nicht ans Tageslicht gekommen, hätte das gleich mehrere Vorteile für den FCB gehabt:

- die Melkkuh ist vorerst gerettet. Sie ist wieder einigermaßen liquide mit der Aussicht auf weitere 15 Jahre Geldzapfen.
- der drohende Imageschaden "FCB saugt Lokalrivalen aus bis zur Insolvenz" wäre abgewendet.
- das Ausfallrisiko ist bei der BLB!
- die Bauernfans wären beruhigt, weil es nicht ihre Chefs waren, die die Grattler am Leben erhalten.
- keine Probleme mit anderen DFL-Clubs bzw. -Statuten wg. Wettbewerbsverzerrung.

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