Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße (Forum)

Kraiburger, Dienstag, 28.12.2021, 10:45 (vor 28 Tagen)

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

BlueMagic, Dienstag, 28.12.2021, 10:51 (vor 28 Tagen) @ Kraiburger

Dumping-Löhne und Säbener Str. ist schon ein Treppenwitz

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

lustiger_hans, Dienstag, 28.12.2021, 12:49 (vor 28 Tagen) @ BlueMagic

Warum wird eigentlich bei einem, der einen Aufkleber klebt sofort die Wohnung durchsucht, bei einem Unternehmen, das eventuell systematisch Betrug begangen hat, fragt man aber nur freundlich, ob man bereit wäre, in den nächsten Wochen mal irgendwann mit den Ermittlungsbehörden zu sprechen?

Was ist denn das für eine Relation???

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

BlueMagic, Dienstag, 28.12.2021, 13:24 (vor 28 Tagen) @ lustiger_hans

Äh, weil es halt doch immer und überall Menschen gibt, die gleicher sind ...

Ob uns das gefällt ist dabei völlig egal.

Das meinte Kahn also mit…

hjs verständnisvoll, Dienstag, 28.12.2021, 14:32 (vor 28 Tagen) @ Kraiburger

…seiner Obergrenze für Gehälter in Fußballclubs.

Das meinte Kahn also mit…

BlueMagic, Dienstag, 28.12.2021, 14:43 (vor 28 Tagen) @ hjs verständnisvoll

Das hätte was. Die Ampel will ja jetzt die Minijob-Grenze anheben. Nicht, dass sie uns dann die guten Spieler abwerben...

Das meinte Kahn also mit…

TKP-Weisswuaschd, Dienstag, 28.12.2021, 15:19 (vor 28 Tagen) @ hjs verständnisvoll

…seiner Obergrenze für Gehälter in Fußballclubs.

You made my day :D

Übrigens: Rausgefunden hat es…

hjs rairischer bundfunk, Dienstag, 28.12.2021, 19:03 (vor 28 Tagen) @ Kraiburger

…der WDR.

Was für ne Pleite für Schmelzer und Co.

Wieder mal.

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Übrigens: Rausgefunden hat es…

Fred, München, Sonntag, 02.01.2022, 17:23 (vor 23 Tagen) @ hjs rairischer bundfunk

Matthias Wolf vom WDR ist da eine Granate! Und investigativer Journalist. Da wirds beim BR schon arg eng in der Sportredaktion...

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Sechzig München gibt's nur in Giasing!

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

Est60, Dienstag, 28.12.2021, 21:26 (vor 28 Tagen) @ Kraiburger

Wer bei einem Branchenführer anheuert, muss die Tatsache akzeptieren, dort weniger zu verdienen als bei kleineren Unternehmen.
Frag mal bei Architekten oder Anwälten nach, die in "Star-Kanzleien /-Büros" angestellt sind, wie hoch deren Gehalt ist und wieviel Stunden sie arbeiten müssen. Für einen namhaften Eintrag im Lebenslauf muss man eben Opfer bringen. Anders wird es auch nicht bei den Jugendtrainern der Roten Brut sein.

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

Ampfing, Dienstag, 28.12.2021, 21:34 (vor 28 Tagen) @ Kraiburger

es ist doch in ganz deutschland leider üblich, dass in nlz vollzeitjobs mit ehrenamtspauschale abgegolten werden. das hab ich zumindest mal so mitbekommen, tatsächlichen einblick hab ich ja nicht wirklich.

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

BlueMagic, Dienstag, 28.12.2021, 22:51 (vor 28 Tagen) @ Ampfing

Zu Augsburg gab es im Sommer doch auch schon entsprechende Berichte.
Hoffentlich ist da bei uns alles sauber.

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

United Sixties, Mittwoch, 29.12.2021, 09:08 (vor 27 Tagen) @ BlueMagic

Denke doch, dass uns Roman und Herr Paula zur nächsten JHV dazu Auskunft geben kann...
auch alle anderen NLZ-betreibende Klubs werden jetzt alles vorsorglich abchecken.

Neuigkeiten aus der straffällig gewordenen Seitenstraße

friedhofstribüne, Mittwoch, 29.12.2021, 09:32 (vor 27 Tagen) @ United Sixties

Denke doch, dass uns Roman und Herr Paula zur nächsten JHV dazu Auskunft geben kann...
auch alle anderen NLZ-betreibende Klubs werden jetzt alles vorsorglich abchecken.


Sollen sie uns die Stundenzettel der 450€ Kräfte vorlegen? :-D

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu.

hjs berichtend, Dienstag, 28.12.2021, 23:49 (vor 28 Tagen) @ Kraiburger

"Alle Angestellten bei uns verdienen einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit. Generell lohnt es sich in Deutschland, über den Begriff Arbeit nachzudenken. Irgendwann wird man sich entscheiden müssen, ob man Neiddebatten mit viel Sozialklimbim betreiben oder einen Champion in der europäischen Elite haben möchte. Soll der FC Bayern mit PSG oder Manchester City mithalten können, dann muss er seine Kosten unter Kontrolle halten. Der FC Bayern Campus ist übrigens auch frei von Rassismus. Falls jemand nachfragt."

Danke. ich verlang kein Honorar, falls Herbert Heiner das wirklich verwenden will.

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu.

der cheffrager, Mittwoch, 29.12.2021, 07:10 (vor 28 Tagen) @ hjs berichtend

mich interessiert dabei eher: was verdienen die angestellten im campus zusammen? (oder was kostet das ganze konstrukt da ingesamt) dann kann man das in relation zu den spielergehältern setzten. wie viele rasenmähermenschen, hausmeister, reinigungskräfte, trainermenschen braucht es um nur einen neuer zu bezahlen? oder der stürmer da: wieviele reinigungskräfte könnten anständig bezahlt werden, wenn der nur auf 2% von seiner kohle verzichten würde?

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

Faktenprüfer, Mittwoch, 29.12.2021, 07:46 (vor 28 Tagen) @ der cheffrager

mich interessiert dabei eher: was verdienen die angestellten im campus zusammen? (oder was kostet das ganze konstrukt da ingesamt) dann kann man das in relation zu den spielergehältern setzten. wie viele rasenmähermenschen, hausmeister, reinigungskräfte, trainermenschen braucht es um nur einen neuer zu bezahlen? oder der stürmer da: wieviele reinigungskräfte könnten anständig bezahlt werden, wenn der nur auf 2% von seiner kohle verzichten würde?


Diesen Vergleich Spielergehälter mit den übrigen Gehältern halte ich für nicht legitim und führt in die übliche Sozialneid Debatte…

Meines Wissens, bekommt jeder Angestellter beim Schmutz automatisch für jeden gewonnen Titel der 1 Mannschaft ein zusätzliches Monatsgehalt, d.h. die Reinigungskraft (sollte sie bei denen Angestellt sein und nicht von einer externen Firma kommen) profitiert durchaus vom hohen Gehalt des Stürmers, würde er nämlich dieses nicht bekommen, würde er seine Tore bei einen anderen Verein schiessen….

Es geht für mich hier um ein Problem, dass alle NLZ betrifft und nicht nur das vom Schmutz, hier ist der DfB gefordert für klare Richtlinien zu sorgen, dieser schreibt ja auch den Betrieb des NLZ vor und Zertifiziert diese.
Bei der Zertifizierung wird alles mögliche geprüft, die Entlohnung der Mitarbeiter allerdings nicht, wenn das NLZ einen Stern oder z.B. eine monetäre Prämie für angemessene Löhne der Angestellten bekommt, würde sich evtl etwas bessern.

Der DFB/DFL könnte auch vorschreiben, dass jeder Spieler der aus einem NLZ kommt und einen Vertrag bei einem 1 oder 2 Ligisten unterschreibt, für die Dauer des Vertrages 5-10% seines Gehaltes jedes Jahr an das NLZ zu überweisen, dass ihn ausgebildet hat, oder dass die Vereine/Kapitalgesellschaften einen prozentualen Anteil der von Spielern aus dem NLZ generierten Ablösesummen zielgerichtet wieder in das NLZ fliessen lassen müssen.
DFB/DFL könnten auch die Ausbildungsentschädigung der UEFA bei internationalen Wechsel auch bei nationalen Wechsel einführen oder die bestehenden Tarife einfach erhöhen.

Aber die Realität ist halt, dass viele Trainer ein NLZ als Sprungbrett für eine grosse Trainerkarriere sehen und sich deshalb damit Abfinden in den Anfangsjahren erstmal für lau zu arbeiten, um dann an die grossen Töpfe zu gelangen und wenn man sieht, wieviele der aktuellen Trainer tatsächlich aus der Jugendarbeit kommen und dann einen der begehrten Jobs in Liga 1-3 bekommen, dann klappt es ja auch bei vielen.
Über das Salär im NLZ beschweren sich die Trainer, die es nicht geschafft haben und dann gibt es noch einen Haufen Trainer die mit Ihrer Entlohnung zufrieden sind, weil sie diesen Job als Hobby sehen und gerne mit den Jugendlichen arbeiten, die sich z.B. auf ein Turnier im Ausland genauso freuen wie die jugendlichen Spieler und dafür gerne Ihre Freizeit/Urlaub opfern.

Eine „gerechte“ Entlohnung für all den Aufwand und Zeit die ein guter Trainer im Jugendbereich aufbringen muss und damit meine ich nicht nur im NLZ, sondern auch in den ganzen Vereinen, kann der Gesetzgeber nicht reglementieren- es wird immer auch vom Engagement und Bereitschaft der Trainer*innen abhängig sein, die monetär nicht zu bewerten ist.

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

der chefanmerker, Mittwoch, 29.12.2021, 10:58 (vor 27 Tagen) @ Faktenprüfer

das mag alles so sein, weiß ich nicht.
Aber: es hat nichts mit sozialneid zu tun.
ich finde es persönlich einfach albern, den hausmeister zu entlassen um geld zu sparen, aber den profis die kohle hinterherzuwerfen. egal bei welchem verein. das meinte ich. soviele "kleine" mitarbeiter kann ich gar nicht rauswerfen. so monströs viel kann ein nlz gar nicht kosten, zumindest nicht im verhältnis für einen bundesligaclub und seinen gehältern. das erinnert mich immer an das gejammer von den strafen für pyro. ja gute güte, dann kosten die halt mal 400.000 im jahr, ja und? da laufen genug gurken rum, die das x-fache verdienen. das alles hat nichts mit sozialneid zu tun. wird aber gerne als argument angeführt, denn dann ist es "ausdiskutiert".

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

Faktenprüfer, Donnerstag, 30.12.2021, 09:30 (vor 26 Tagen) @ der chefanmerker

das mag alles so sein, weiß ich nicht.
Aber: es hat nichts mit sozialneid zu tun.
ich finde es persönlich einfach albern, den hausmeister zu entlassen um geld zu sparen, aber den profis die kohle hinterherzuwerfen. egal bei welchem verein. das meinte ich. soviele "kleine" mitarbeiter kann ich gar nicht rauswerfen. so monströs viel kann ein nlz gar nicht kosten, zumindest nicht im verhältnis für einen bundesligaclub und seinen gehältern. das erinnert mich immer an das gejammer von den strafen für pyro. ja gute güte, dann kosten die halt mal 400.000 im jahr, ja und? da laufen genug gurken rum, die das x-fache verdienen. das alles hat nichts mit sozialneid zu tun. wird aber gerne als argument angeführt, denn dann ist es "ausdiskutiert".

das hast Du doch in allen Bereichen, dass sich das höhere Management, dicke Gehälter und Boni ausbezahlt, aber beim „kleinen“ Arbeiter zu sparen anfängt. Der Manager, der mit einer Fehlentscheidung ganze Bereiche in einer Firma an den Abgrund bringt, wird noch mit einer dicken Abfindung aus seinem Vertrag, die Fleischwurstverkäuferin, die sich an den Resten bedient, aber fristlos entlassen und bekommt vom Finanzamt noch eine mit, weil sie einem Geldwertenvorteil (Stück Leberkäse) nicht in der Steuererklärung angegeben hat.

und der Staat bzw. seine Beamten und die Politiker haben dann beim Cum Ex Skandal erinnerungslücken, bei Wirecard nicht so genau hingesehen, aber wehe ein Arbeitgeber vergisst mal paar Stunden Arbeitzeit nicht richtig zu entlohnen, da wird sofort von Sozialversicherungsbetrug gesprochen…

Sorry, ich denke in einem Bereich wo Ehrenamt, freiwilliges Engagement und Entlohnung auf Basis von Geringfügig Beschäftigten wie im Sport vorkommt und nicht nur beim Fussball wird es kein „gerechtes“ System geben können und schon gar nicht eines das mit den Standard der Fiskalpolitik in Einklang zu bringen ist.

Wenn wir heute ein solches in den NLZ einführen möchten, sind dann morgen alle anderen Sportvereine z.B. beim Radfahren, Volleyball, Schwimmen, Skilauf, Boxen t.b.c. dran ? auch da arbeiten Trainer*innen auf Basis von 450€ Jobs und sind sehr kreativ, was das Aufschreiben von Stunden anbelangt.

Oder ist es bei denen egal, weil da keine Kapitalgesellschaften hinten dran hängen ?

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

der chefnachfrager, Donnerstag, 30.12.2021, 14:24 (vor 26 Tagen) @ Faktenprüfer

dein fazit ist, um es kurz zu machen: wer es macht ist selbst schuld, bescheißen tut jeder, also lassen wir es so laufen?
ganz ehrlich? wenn man immer weg schaut, ändert sich halt nichts.
aber im jammern sind alle große klasse.

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

Faktenprüfer, Donnerstag, 30.12.2021, 14:36 (vor 26 Tagen) @ der chefnachfrager

dein fazit ist, um es kurz zu machen: wer es macht ist selbst schuld, bescheißen tut jeder, also lassen wir es so laufen?
ganz ehrlich? wenn man immer weg schaut, ändert sich halt nichts.
aber im jammern sind alle große klasse.

Ixh weiss nicht wie Du auf dieses Fazit kommst.

Nur beim Fussball schauen wir genau hin und bei anderen Sportarten lassen wir es laufen ?
Und das finde ich, kann es aber dann auch nicht sein..

Man wird in diesem Bereich keine für alle befriedigende Lösung finden, das Finanzamt hat sich jetzt die Vereine/Kapitalgesellschaften des Fußball rausgepickt und wird dann andere Sportarten prüfen, den wenn Lohngerechtigkeit dann auch für alle

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

friedhofstribüne, Mittwoch, 29.12.2021, 12:25 (vor 27 Tagen) @ Faktenprüfer


Aber die Realität ist halt, dass viele Trainer ein NLZ als Sprungbrett für eine grosse Trainerkarriere sehen und sich deshalb damit Abfinden in den Anfangsjahren erstmal für lau zu arbeiten, um dann an die grossen Töpfe zu gelangen und wenn man sieht, wieviele der aktuellen Trainer tatsächlich aus der Jugendarbeit kommen und dann einen der begehrten Jobs in Liga 1-3 bekommen, dann klappt es ja auch bei vielen.
Über das Salär im NLZ beschweren sich die Trainer, die es nicht geschafft haben und dann gibt es noch einen Haufen Trainer die mit Ihrer Entlohnung zufrieden sind, weil sie diesen Job als Hobby sehen und gerne mit den Jugendlichen arbeiten, die sich z.B. auf ein Turnier im Ausland genauso freuen wie die jugendlichen Spieler und dafür gerne Ihre Freizeit/Urlaub opfern.

Und weil das die Realität sein soll, lassen wir mal alle Arbeitnehmerschutzmaßnahmen in diesem Fall über Bord gehen, weil der Profiverein gleicher als die anderen ist? Überraschend auch, dass du im Eingangssatz einen Sozialneid ansprichst, hier aber in die gegensätzlich Kerbe schlägst und dem sich eventuell beschwerenden Arbeitnehmer unterstellst, nur nicht gut genug zu sein, um dieses System auch entsprechend nutzen zu können. Da bist du bei den Roten und vielen anderen halbseidenen Arbeitgebern gut aufgehoben.

Eine „gerechte“ Entlohnung für all den Aufwand und Zeit die ein guter Trainer im Jugendbereich aufbringen muss und damit meine ich nicht nur im NLZ, sondern auch in den ganzen Vereinen, kann der Gesetzgeber nicht reglementieren- es wird immer auch vom Engagement und Bereitschaft der Trainer*innen abhängig sein, die monetär nicht zu bewerten ist.

Wer soll es sonst reglementieren? Der Fc Bayern?

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

Faktenprüfer, Mittwoch, 29.12.2021, 18:14 (vor 27 Tagen) @ friedhofstribüne


Und weil das die Realität sein soll, lassen wir mal alle Arbeitnehmerschutzmaßnahmen in diesem Fall über Bord gehen, weil der Profiverein gleicher als die anderen ist? Überraschend auch, dass du im Eingangssatz einen Sozialneid ansprichst, hier aber in die gegensätzlich Kerbe schlägst und dem sich eventuell beschwerenden Arbeitnehmer unterstellst, nur nicht gut genug zu sein, um dieses System auch entsprechend nutzen zu können. Da bist du bei den Roten und vielen anderen halbseidenen Arbeitgebern gut aufgehoben.

Ich habe ja paar Vorschläge gemacht, wie man mehr Geld in das NLZ bekommt, um die Trainer besser zu bezahlen, ich sehe da schon auch die Spieler in der Pflicht, dass diese etwas an die NLZ zurück geben.

Es gibt 56 NLZ, d.h. mindestens 100 Trainer, wieviele beschweren sich und wieviele finden es i.O. ?

Arbeitnehmerschutzmassnahmen ist auch ein bisserl Dick aufgetragen

Dem Staat geht es auch nicht um Arbeitnehmerschutzmassnahmen, sondern um evtl. entgangene Sozialversicherungensbeiträge, die Arbeitsbedingungen der Trainer*innen sind doch dem Finanzamt egal.

Der Staat hat sich auch nicht gerade als Kompetent in vielen Bereichen erwiesen und ich sagte da ist der DFB/DFL gefordert und nicht die einzelnen Vereine.

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

friedhofstribüne, Donnerstag, 30.12.2021, 15:05 (vor 26 Tagen) @ Faktenprüfer


Der Staat hat sich auch nicht gerade als Kompetent in vielen Bereichen erwiesen und ich sagte da ist der DFB/DFL gefordert und nicht die einzelnen Vereine.


Ob der Staat kompetent ist oder nicht ist doch gar nicht relevant. Wenn eine 450€ Kraft deutlich mehr als 10 Stunden jede Woche arbeitet liegt einfach ein Sozialversicherungsbetrug vor. Wahlweise Verstoß gegen den Mindestlohn. Und das gilt für den Fc Bayern oder den TSV, genauso wie für den Bäckereifilialisten bei dem die Verkäuferin außerhalb der maximalen Stunden noch den Laden putzt, weil das so erwartet wird.

Das kann man aber eben nicht mit kleinen Sportvereinen vermischen, bei denen alles vom ehrenamtlichen Engagement abhängt. Natürlich ist auch hier der Staat gefordert eine Lösung zu finden, wie das ohne Drahtseilakt und Arbeitsrechtstudium für Vorstände von Vereinen zu lösen ist. Dazu bräuchte es halt klare Vorgaben und dann die entsprechenden Kontrollen.

Einfach zu sagen so ist es halt, so ist die Realität macht halt gar nichts besser.

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

Faktenprüfer, Freitag, 31.12.2021, 08:08 (vor 26 Tagen) @ friedhofstribüne

Du wolltest ja den Staat darüber entscheiden lassen, was für eine Bezahlung im Jugendtrainingsbereich angemessen ist, ich bin der Meinung, dass sollten die Verbände mit Ihren Mitgliedern (Vereine) regeln und zwar nicht nur im Fussball, sondern bei jeder Sportart (Gleichbehandlung aller Trainer*innen - oder ist die Arbeit von Trainern in anderen Sportarten weniger Wert?)


Also bin ich ja bei Dir, dass man Trainer*innen anständig für Ihre Tätigkeit entlohnen soll, allerdings muss man auch bedenken warum die Trainer nur auf 460€ Basis arbeiten, die meisten haben nämlich noch einen festen Job.
Auch kannst Du einen U10-U14 Trainer kein Gehalt bezahlen, von dem er zumindest in einer Stadt wie München, allein von Leben kann.

Gehen wir das doch mal in der Praxis durch, der Aufwand eines Jugendtrainers über 12 Monate liegt z.b. bei ca. 50 Stunden im Monat, bei einem Mindestlohn von €15,00 bekommt dieser also dann 750€ Brutto -und muss diesen zu seinem Regelsteuersatz versteuern, kommen also je nach dem RS 400-500€ raus - also „verdient“ der Trainer schon mal nicht mehr, als bei einem 450€ Job, faktisch wird der Trainer jetzt zwar „gerechter“ entlohnt, in der Praxis bekommt er dafür aber fast keinen Cent mehr….

Klar können sich Kapitalgesellschaften wie das Pack und andere Bundesligisten die steuerlichen Mehrausgaben locker leisten, bekommt halt RL9 nur noch 12mio€/Jahr statt 15mio€ - aber wenn der Staat es in den NLZ der Bundesliga diese Maßstäbe ansetzt, muß er es auch bei jedem anderen kleinen Verein (und zwar in jeder Sportart) auch machen - Gleichheitsgrundsatz.


Eine Lösung, die ich sehe wäre z.B. der Staat führt bei Trainern und Mitarbeitern in sozialen Bereichen wie z.B. Sport, Jugendbetreuung, aber auch im Medizinischen Bereich - Stichwort Pflege und Palliativ Stationen einen Steuerfreien Sockelbetrag von z.B. 20.000€ Jahr ein - d.h. alles was man bis zu dieser Grenze verdient ist Steuerfrei - erst danach beginnt die Steuerlast.

Ich denke, dann wären auch wieder viel mehr Menschen bereit, sich sozial zu engagieren und zwar egal in welchen Bereich…

Aber der Staat macht es in meinen Augen wie Du, prangert zwar die Mißstände an, setzt seine (berechtigten) Ansprüche durch, bringt aber keine praxisgerechten Lösungsvorschläge - wie die Bürger und damit auch die Vereine es in der Realität besser machen können - die Durchsetzung des angeblichen Mindestlohn bringt nämlich nur den Staat etwas - die Mitarbeiter#innen in diesem sozialen Bereich, wie an meinem Beispiel geschildert, haben keinen pekuniären Vorteil.

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

lustiger_hans, Freitag, 31.12.2021, 09:47 (vor 25 Tagen) @ Faktenprüfer

Du wolltest ja den Staat darüber entscheiden lassen, was für eine Bezahlung im Jugendtrainingsbereich angemessen ist, ich bin der Meinung, dass sollten die Verbände mit Ihren Mitgliedern (Vereine) regeln und zwar nicht nur im Fussball, sondern bei jeder Sportart (Gleichbehandlung aller Trainer*innen - oder ist die Arbeit von Trainern in anderen Sportarten weniger Wert?)

Der Staat muss die Rahmenbedingungen vorgeben. Jenseits von dem was definitiv Ehrenamt ist, gilt immer das Arbeitsrecht. Egal ob Kassiererin, Trainer oder Sparkassendirektor.


Also bin ich ja bei Dir, dass man Trainer*innen anständig für Ihre Tätigkeit entlohnen soll, allerdings muss man auch bedenken warum die Trainer nur auf 460€ Basis arbeiten, die meisten haben nämlich noch einen festen Job.
Auch kannst Du einen U10-U14 Trainer kein Gehalt bezahlen, von dem er zumindest in einer Stadt wie München, allein von Leben kann.

Man kann, wenn man sie fest in Vollzeit anstellt. Dann müssen sie halt neben dem Training noch weitere Leistungen erbringen. Wir reden da jetzt von einer professionellen Ausbildungseinrichtung einer AG. 450€ geht ebenfalls, dann müssen einige Aufgaben eben von anderem Personal ausgeführt werden. Jeder Bäcker weiss, dass er von seiner 450€-Samstagskraft nicht erwarten kann, dass sie auch Montag bis Freitag 8 Stunden kommt.

Gehen wir das doch mal in der Praxis durch, der Aufwand eines Jugendtrainers über 12 Monate liegt z.b. bei ca. 50 Stunden im Monat, bei einem Mindestlohn von €15,00 bekommt dieser also dann 750€ Brutto -und muss diesen zu seinem Regelsteuersatz versteuern, kommen also je nach dem RS 400-500€ raus - also „verdient“ der Trainer schon mal nicht mehr, als bei einem 450€ Job, faktisch wird der Trainer jetzt zwar „gerechter“ entlohnt, in der Praxis bekommt er dafür aber fast keinen Cent mehr….

Bezahlung im Übergansbereich geht von 450-1300 €. D.h. er zahlt eh nicht die vollen Abgaben. Von 750€ bleiben netto ca. 600€ übrig. Außerdem bekommt er nicht nur mehr Geld, er erwirbt z.B. auch einen Rentenanspruch. Wenn es für dich ok ist, einen Trainer mit 50 Monatsstunden mit 450€ zu bezahlen, dann stimmt was nicht.

Klar können sich Kapitalgesellschaften wie das Pack und andere Bundesligisten die steuerlichen Mehrausgaben locker leisten, bekommt halt RL9 nur noch 12mio€/Jahr statt 15mio€ - aber wenn der Staat es in den NLZ der Bundesliga diese Maßstäbe ansetzt, muß er es auch bei jedem anderen kleinen Verein (und zwar in jeder Sportart) auch machen - Gleichheitsgrundsatz.


Eine Lösung, die ich sehe wäre z.B. der Staat führt bei Trainern und Mitarbeitern in sozialen Bereichen wie z.B. Sport, Jugendbetreuung, aber auch im Medizinischen Bereich - Stichwort Pflege und Palliativ Stationen einen Steuerfreien Sockelbetrag von z.B. 20.000€ Jahr ein - d.h. alles was man bis zu dieser Grenze verdient ist Steuerfrei - erst danach beginnt die Steuerlast.

Dann will jeder andere auch eine Extrawurscht. Das System muss einfacher werden, nicht schwieriger. Außerdem darfst du davon ausgehen, dass dann noch mehr beschissen wird, als eh jetzt schon.

Ich denke, dann wären auch wieder viel mehr Menschen bereit, sich sozial zu engagieren und zwar egal in welchen Bereich…

Ich glaube nicht, dass du da viel mehr Leute herbekommst. Zumindest nicht auf Dauer. Kurzfristig stehen immer viele da, langfristig sind die meisten recht schnell wieder weg. Egal, wo. Engagenment kostet Zeit und Nerven. In jedem Verein bleibt am Schluss eine Hand voll Engagierte und denen ist das Geld wurscht.

Aber der Staat macht es in meinen Augen wie Du, prangert zwar die Mißstände an, setzt seine (berechtigten) Ansprüche durch, bringt aber keine praxisgerechten Lösungsvorschläge - wie die Bürger und damit auch die Vereine es in der Realität besser machen können - die Durchsetzung des angeblichen Mindestlohn bringt nämlich nur den Staat etwas - die Mitarbeiter#innen in diesem sozialen Bereich, wie an meinem Beispiel geschildert, haben keinen pekuniären Vorteil.


Der Staat muss Rahmenbedingungen vorgeben. Und zwar für alle gleich. Bloss weil einige meinen, dass sie in dem was sie tun so toll sind, dass es nicht für sie gilt, stimmt das nicht. Das Problem im sozialen Bereich ist oft nicht so sehr das Geld (woanders wird auch nicht unbedingt mehr bezahlt!), sondern die Arbeitsbedingenen. Und da gehört das oben geschilderte Beispiel von 50 Monatsstunden für 450€ genau dazu. Oder red mal mit einer Intensivkrankenschwester, der ist Klatschen eh wurscht, aber auch 100 € mehr würden viele ablehnen, wenn nur endlich eine Unterstützungskraft eingestellt werden würde.

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

Faktenprüfer, Freitag, 31.12.2021, 11:31 (vor 25 Tagen) @ lustiger_hans

Der Staat muss die Rahmenbedingungen vorgeben. Jenseits von dem was definitiv Ehrenamt ist, gilt immer das Arbeitsrecht. Egal ob Kassiererin, Trainer oder Sparkassendirektor.

In Vereinen, wo das Training der Jugendlichen nur durch Ehrenamtliche durchgeführt wird, ist es ja auch kein Problem, nur bekommen bei vielen Vereinen die Trainer einen 450€ Job als Aufwandsentschädigung und dann sind wir schon wieder in einem Grau Bereich und wie gesagt, es geht dann nicht nur um die NLZ des Fußballs sondern alle Sportarten


Man kann, wenn man sie fest in Vollzeit anstellt. Dann müssen sie halt neben dem Training noch weitere Leistungen erbringen. Wir reden da jetzt von einer professionellen Ausbildungseinrichtung einer AG. 450€ geht ebenfalls, dann müssen einige Aufgaben eben von anderem Personal ausgeführt werden. Jeder Bäcker weiss, dass er von seiner 450€-Samstagskraft nicht erwarten kann, dass sie auch Montag bis Freitag 8 Stunden kommt.

und wie soll diese Arbeitsteilung dann in der Praxis aussehen ? und ich rede nicht nur von einer professionellen Ausbildungseinrichtung einer AG, sondern von den ganzen Vereinen - Die Bundesliga kann sich das schon leisten, aber was ist mit den anderen Vereinen - auch ausserhalb vom Fussball ?
Wenn das Finanzamt hinschaut, dann wird die Prüfung irgendwann auch mal ausserhalb des Fussballs passieren..

Und um bei Deinen Beispiel zu bleiben, 1860 hat von der U9 bis U17 - 9 Mannschaften im Spielbetrieb, d.h. mehr als 18 Trainer und die sollen dann alle noch andere Tätigkeiten ausüben, dass sich ein Vollzeitjob bezahlt macht ?
deshalb nochmals meine Frage, wie soll dass in der Praxis aussehen ?

Bezahlung im Übergansbereich geht von 450-1300 €. D.h. er zahlt eh nicht die vollen Abgaben. Von 750€ bleiben netto ca. 600€ übrig. Außerdem bekommt er nicht nur mehr Geld, er erwirbt z.B. auch einen Rentenanspruch. Wenn es für dich ok ist, einen Trainer mit 50 Monatsstunden mit 450€ zu bezahlen, dann stimmt was nicht.

Moment, ich habe nicht gesagt, dass 50 Stunden für 450€ OK sind, die These ist ja, dass ein Jugendtrainer mit 30 Stunden a 15€ = 450€ nicht ausreichend Zeit für den Job hat, sondern er mehr Stunden leisten muss und dafür auch bezahlt werden soll.
Deshalb kam ich auf die 50 Stunden und habe vorgerechnet, dass er bei dem selben Stundenlohn. nicht erheblich mehr Geld ausbezahlt bekommt und klar könnte man auch die Arbeit auf 2x 450 Trainer aufteilen und wird in der Praxis auch so gemacht, aber deshalb wird es trotzdem immer zu Ungleichheiten bei Arbeitszeit/Lohn kommen.

Klar können sich Kapitalgesellschaften wie das Pack und andere Bundesligisten die steuerlichen Mehrausgaben locker leisten, bekommt halt RL9 nur noch 12mio€/Jahr statt 15mio€ - aber wenn der Staat es in den NLZ der Bundesliga diese Maßstäbe ansetzt, muß er es auch bei jedem anderen kleinen Verein (und zwar in jeder Sportart) auch machen - Gleichheitsgrundsatz.


Dann will jeder andere auch eine Extrawurscht. Das System muss einfacher werden, nicht schwieriger. Außerdem darfst du davon ausgehen, dass dann noch mehr beschissen wird, als eh jetzt schon.

Wer eine Extrawurst haben will muss halt dann im Einzelfall geprüft werden, es gibt in Deutschland/Europa für jeden Sch… eine Vorschrift, angefangen von der Größe der Essiggurke bis zum Biegegrad der Banane, da könnte man für wirklich nützliche Vorschriften auch die Zeit nehmen und für die Kontrolle haben wir ja dann das Finanzamt, die prüfen ja jetzt auch mit den Zollbehörden - mir geht es darum eine praxisgerechte Lösung für Vereine/Kapitalgesellschaften und Verbänden hinzubekommen.
Hätte der Staat bei Cumex und Wirecard so genau hingesehen, wie jetzt in Augsburg oder München könnte man dem Staat ja auch keinen Vorwurf machen.


Ich glaube nicht, dass du da viel mehr Leute herbekommst. Zumindest nicht auf Dauer. Kurzfristig stehen immer viele da, langfristig sind die meisten recht schnell wieder weg. Egal, wo. Engagenment kostet Zeit und Nerven. In jedem Verein bleibt am Schluss eine Hand voll Engagierte und denen ist das Geld wurscht.

Wenn es einen monetären Gegenwert dafür gibt, sind Leute auch bereit etwas zu leisten. Wir haben in Deutschland soviele Rentner die gerne etwas machen würden - nur wenn dann der Nebenverdienst auf die Rente angerechnet wird, lassen sie es lieber bleiben und man kann halt auch nicht alle für ein Ehrenamt begeistern - in meinen Modell könnte sich diese Gruppe bis zu 20.000€ / Jahr„dazuverdienen“ ohne dass sie befürchten müssen, dass es an andere Stelle abgezogen wird.


Der Staat muss Rahmenbedingungen vorgeben. Und zwar für alle gleich. Bloss weil einige meinen, dass sie in dem was sie tun so toll sind, dass es nicht für sie gilt, stimmt das nicht. Das Problem im sozialen Bereich ist oft nicht so sehr das Geld (woanders wird auch nicht unbedingt mehr bezahlt!), sondern die Arbeitsbedingenen. Und da gehört das oben geschilderte Beispiel von 50 Monatsstunden für 450€ genau dazu. Oder red mal mit einer Intensivkrankenschwester, der ist Klatschen eh wurscht, aber auch 100 € mehr würden viele ablehnen, wenn nur endlich eine Unterstützungskraft eingestellt werden würde.

jetzt vergleichst Du Äpfel mit Birnen und dass mit den 450€/50 Stunden habe ich Dir oben schon erklärt…

Hier die Pressemitteilung des FCB dazu

lustiger_hans, Freitag, 31.12.2021, 12:04 (vor 25 Tagen) @ Faktenprüfer

Der Staat muss die Rahmenbedingungen vorgeben. Jenseits von dem was definitiv Ehrenamt ist, gilt immer das Arbeitsrecht. Egal ob Kassiererin, Trainer oder Sparkassendirektor.

In Vereinen, wo das Training der Jugendlichen nur durch Ehrenamtliche durchgeführt wird, ist es ja auch kein Problem, nur bekommen bei vielen Vereinen die Trainer einen 450€ Job als Aufwandsentschädigung und dann sind wir schon wieder in einem Grau Bereich und wie gesagt, es geht dann nicht nur um die NLZ des Fußballs sondern alle Sportarten

Ich habs schonmal geschrieben: Als Vereinsvorstand stehst eh immer mit einem Bein im Knast. Nur bin ich persönlich eben nicht bereit zu akzeptieren, dass irgendjemand arbeitsrechtliche Standards unterläuft. Stelle ich wen an, muss ich mich an geltendes Recht halten. Den großen "Graubereich" kenne ich tatsächlich nur beim Fußball. So ziemlich überall anders hat der Verein nicht das Geld, einen Trainer im Jugendbereich anzustellen. Maximal über die Pauschale. Wenn die erste Mannschaft Geld verdient bekommt evtl. da jemand was, mehr ist oft nicht.


Man kann, wenn man sie fest in Vollzeit anstellt. Dann müssen sie halt neben dem Training noch weitere Leistungen erbringen. Wir reden da jetzt von einer professionellen Ausbildungseinrichtung einer AG. 450€ geht ebenfalls, dann müssen einige Aufgaben eben von anderem Personal ausgeführt werden. Jeder Bäcker weiss, dass er von seiner 450€-Samstagskraft nicht erwarten kann, dass sie auch Montag bis Freitag 8 Stunden kommt.


und wie soll diese Arbeitsteilung dann in der Praxis aussehen ? und ich rede nicht nur von einer professionellen Ausbildungseinrichtung einer AG, sondern von den ganzen Vereinen - Die Bundesliga kann sich das schon leisten, aber was ist mit den anderen Vereinen - auch ausserhalb vom Fussball ?
Wenn das Finanzamt hinschaut, dann wird die Prüfung irgendwann auch mal ausserhalb des Fussballs passieren..

Und um bei Deinen Beispiel zu bleiben, 1860 hat von der U9 bis U17 - 9 Mannschaften im Spielbetrieb, d.h. mehr als 18 Trainer und die sollen dann alle noch andere Tätigkeiten ausüben, dass sich ein Vollzeitjob bezahlt macht ?
deshalb nochmals meine Frage, wie soll dass in der Praxis aussehen ?

Das "wie soll das in der Praxis aussehen" ist immer schon ein Blödsinnsargument gewesen. Organisation ist das Problem des Arbeitgebers. Man kann z.B. eine VZ-Stelle schaffen, die den ganzen Kleinkram erledigt, der Zeit frisst und der Trainer kommt nurnoch zum trainieren. Bei 2x Training pro Woche a 2 Std, plus monatlich 2 Heimspiele 2 Std und 2 Auswärtsspiele nach Bedarf (Stunden gegengerechnet bei spielfreien Perioden) kommst mit 25 Stunden den Monat hin. Und das passt, zumindest als relation für kleinere Vereine.

Hast du jetzt umfangreichere Bedingungen, z.B. 4 Tage die Woche Betreuuung über mehrere Einheiten (3-4 Std/Tg) und ggf. 2 Spiele am WE betreut, bist eh schon bei mindestens einer TZ-Stelle. Mäht er dann noch Rasen und fährt die Kinder aus dem Internat noch bzw. holt Kinder fürs Training per Fahrservice ab bist bei einer VZ Stelle. Das natürlich bei einem entsprechend großen NLZ betrachtet.


Bezahlung im Übergansbereich geht von 450-1300 €. D.h. er zahlt eh nicht die vollen Abgaben. Von 750€ bleiben netto ca. 600€ übrig. Außerdem bekommt er nicht nur mehr Geld, er erwirbt z.B. auch einen Rentenanspruch. Wenn es für dich ok ist, einen Trainer mit 50 Monatsstunden mit 450€ zu bezahlen, dann stimmt was nicht.


Moment, ich habe nicht gesagt, dass 50 Stunden für 450€ OK sind, die These ist ja, dass ein Jugendtrainer mit 30 Stunden a 15€ = 450€ nicht ausreichend Zeit für den Job hat, sondern er mehr Stunden leisten muss und dafür auch bezahlt werden soll.
Deshalb kam ich auf die 50 Stunden und habe vorgerechnet, dass er bei dem selben Stundenlohn. nicht erheblich mehr Geld ausbezahlt bekommt und klar könnte man auch die Arbeit auf 2x 450 Trainer aufteilen und wird in der Praxis auch so gemacht, aber deshalb wird es trotzdem immer zu Ungleichheiten bei Arbeitszeit/Lohn kommen.

Klar können sich Kapitalgesellschaften wie das Pack und andere Bundesligisten die steuerlichen Mehrausgaben locker leisten, bekommt halt RL9 nur noch 12mio€/Jahr statt 15mio€ - aber wenn der Staat es in den NLZ der Bundesliga diese Maßstäbe ansetzt, muß er es auch bei jedem anderen kleinen Verein (und zwar in jeder Sportart) auch machen - Gleichheitsgrundsatz.


Dann will jeder andere auch eine Extrawurscht. Das System muss einfacher werden, nicht schwieriger. Außerdem darfst du davon ausgehen, dass dann noch mehr beschissen wird, als eh jetzt schon.

Wer eine Extrawurst haben will muss halt dann im Einzelfall geprüft werden, es gibt in Deutschland/Europa für jeden Sch… eine Vorschrift, angefangen von der Größe der Essiggurke bis zum Biegegrad der Banane, da könnte man für wirklich nützliche Vorschriften auch die Zeit nehmen und für die Kontrolle haben wir ja dann das Finanzamt, die prüfen ja jetzt auch mit den Zollbehörden - mir geht es darum eine praxisgerechte Lösung für Vereine/Kapitalgesellschaften und Verbänden hinzubekommen.
Hätte der Staat bei Cumex und Wirecard so genau hingesehen, wie jetzt in Augsburg oder München könnte man dem Staat ja auch keinen Vorwurf machen.

Ja. Klare Regeln, die nicht jeden Scheiß einzeln regeln, dafür diese dann auch konsequent überwacht.

Stimmt schon: Bei Wirecard "isses halt so", aber wehe, a Verkäuferin nimmt a Stück Leberkas mit, den sie sonst weggeschmissen hätten....

Ich glaube nicht, dass du da viel mehr Leute herbekommst. Zumindest nicht auf Dauer. Kurzfristig stehen immer viele da, langfristig sind die meisten recht schnell wieder weg. Egal, wo. Engagenment kostet Zeit und Nerven. In jedem Verein bleibt am Schluss eine Hand voll Engagierte und denen ist das Geld wurscht.

Wenn es einen monetären Gegenwert dafür gibt, sind Leute auch bereit etwas zu leisten. Wir haben in Deutschland soviele Rentner die gerne etwas machen würden - nur wenn dann der Nebenverdienst auf die Rente angerechnet wird, lassen sie es lieber bleiben und man kann halt auch nicht alle für ein Ehrenamt begeistern - in meinen Modell könnte sich diese Gruppe bis zu 20.000€ / Jahr„dazuverdienen“ ohne dass sie befürchten müssen, dass es an andere Stelle abgezogen wird.

Erfahrungsgemäß nur kurzfristig. Wer Engagement nur gegen Geld macht, bleibt meist nicht lage.


Der Staat muss Rahmenbedingungen vorgeben. Und zwar für alle gleich. Bloss weil einige meinen, dass sie in dem was sie tun so toll sind, dass es nicht für sie gilt, stimmt das nicht. Das Problem im sozialen Bereich ist oft nicht so sehr das Geld (woanders wird auch nicht unbedingt mehr bezahlt!), sondern die Arbeitsbedingenen. Und da gehört das oben geschilderte Beispiel von 50 Monatsstunden für 450€ genau dazu. Oder red mal mit einer Intensivkrankenschwester, der ist Klatschen eh wurscht, aber auch 100 € mehr würden viele ablehnen, wenn nur endlich eine Unterstützungskraft eingestellt werden würde.


jetzt vergleichst Du Äpfel mit Birnen und dass mit den 450€/50 Stunden habe ich Dir oben schon erklärt…

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Passt schon dazu:

Fred, München, Mittwoch, 29.12.2021, 08:08 (vor 28 Tagen) @ hjs berichtend

Interview in der FAZ zum Thema Jugendfußball

Fakt ist: Um eine vernünftige Entlohnung von Jugendtrainern werden wir gezwungenermaßen nicht mehr herumkommen.

--
Sechzig München gibt's nur in Giasing!

Passt schon dazu:

der chefanmerker, Mittwoch, 29.12.2021, 11:00 (vor 27 Tagen) @ Fred

von nachwuchstrainern allgemein, egal welche sportart.
sport kostet nunmal geld, ist aber enorm wichtig für die gesellschaft. finde ich zumindest.

Passt schon dazu:

Joerg ⌂, Donnerstag, 30.12.2021, 11:32 (vor 26 Tagen) @ der chefanmerker

von nachwuchstrainern allgemein, egal welche sportart.
sport kostet nunmal geld, ist aber enorm wichtig für die gesellschaft. finde ich zumindest.

dazu möchte ich mal aus eigener erfahrung etwas sagen, bei jugendtrainern oder minijob beschäftigten sporttrainern allgemein muss man m.e. überhaupt erst mal definieren was arbeitszeit ist, das reine hütchen aufstellen oder anleiten, sicherlich nicht,ein fall aus der praxis
bei einer jungen sportlerin stelle ich fest, dass sie sich die arme ritzt, ich spreche daraufhin mit ihr und wir vereinbaren einen gemeinsames gespräch mit den eltern, verabredet, gut eine stunde warten, anschließend fast 2 stunden fruchtloses gespräch, Telefonat ( mit dem jugendamt) treffen mit jugenamtsmitarbeiter (wieder ca. 2 stunden), und und und (mein stundenzettel für den monat war schon übervoll)
was ich damit sagen will ist eigentlich, man kann die zeit wenn man jugendarbeit ernst nimmt nie genau darstellen, aber man muss wissen ich habe es mit jungen menschen zu tun die Zeit benötigen über das rein sportliche hinaus, wenn ich das nicht kann bin ich mir.e. fehl am Platze
Was den fcb betrifft finde ich den kurzen prägnanten bei von est sehr passend

Passt schon dazu:

lustiger_hans, Donnerstag, 30.12.2021, 12:55 (vor 26 Tagen) @ Joerg

von nachwuchstrainern allgemein, egal welche sportart.
sport kostet nunmal geld, ist aber enorm wichtig für die gesellschaft. finde ich zumindest.


dazu möchte ich mal aus eigener erfahrung etwas sagen, bei jugendtrainern oder minijob beschäftigten sporttrainern allgemein muss man m.e. überhaupt erst mal definieren was arbeitszeit ist, das reine hütchen aufstellen oder anleiten, sicherlich nicht,ein fall aus der praxis
bei einer jungen sportlerin stelle ich fest, dass sie sich die arme ritzt, ich spreche daraufhin mit ihr und wir vereinbaren einen gemeinsames gespräch mit den eltern, verabredet, gut eine stunde warten, anschließend fast 2 stunden fruchtloses gespräch, Telefonat ( mit dem jugendamt) treffen mit jugenamtsmitarbeiter (wieder ca. 2 stunden), und und und (mein stundenzettel für den monat war schon übervoll)
was ich damit sagen will ist eigentlich, man kann die zeit wenn man jugendarbeit ernst nimmt nie genau darstellen, aber man muss wissen ich habe es mit jungen menschen zu tun die Zeit benötigen über das rein sportliche hinaus, wenn ich das nicht kann bin ich mir.e. fehl am Platze
Was den fcb betrifft finde ich den kurzen prägnanten bei von est sehr passend

Naja, ich finde das Beispiel hinkt. Du hast lobenswerterweise deine Sorgen nicht mit Arbeitsende beiseitegeschoben, sondern dich darum gekümmert. Im Grunde ist das dann eigentlich dein Privat"vergnügen".

Wärst du jetzt als Erzieher an der Wohneinrichtung der Sportler, wäre das genau deine Arbeit. Also müsstest du es abrechnen.

Wenn aber z.B. dein Stundenzettel als Trainer schon übervoll ist und der Arbeitgeber sagt, du musst für ein total super-hoffnungsvolles Talent noch täglich eine Extraeinheit von 60 Minuten machen, dann wäre das Arbeit. Und diese nicht zu bezahlen wäre Betrug. Und zusätzlich: Das machen dann 2 Trainer täglich, schon ist ein 450 € Arbeiter eingespart.

Jeder Dorfverein steht immer wieder vor solchen Problemen und man muss zwischen Ehrenamt, Aufwandsentschädigung und Angestellten herumjonglieren, manch ein Vorstand steht dauernd mit einem Bein im Knast.

Bei einem Profisportunternehmen mit einer dreiviertel Milliarde Jahresumsatz, das ein mehrere Hektar großes Zentrum zur professionellen Ausbildung von Nachwuchskräften unterhält, darf man allerdings erwarten, dass dort entsprechend korrekt gehandelt wird.

Passt schon dazu:

BlueMagic, Donnerstag, 30.12.2021, 13:20 (vor 26 Tagen) @ lustiger_hans

Genau das ist doch der Punkt. Auf der einen Seite ehrenamtlich geführte, kleine Vereine, die einen ganz wichtigen Job in dieser Gesellschaft machen und für die damit verbundene Verantwortung nicht wirklich gut unterstützt werden.

Auf der anderen Seite ein marktbeherrschendes (fast schon) milliardenschweres Unternehmen der Unterhaltungsindustrie, dessen gesellschaftlichen Nutzen man zumindest eher infrage stellen kann als den der kleinen Amateurvereine. Bei so einem Unternehmen halte ich geringfügige Arbeitsverhältnisse schon ganz grundsätzlich für unanständig. Aber wenn man sie dann hat, weil sie von den Arbeitnehmern ja evtl. auch gewünscht werden, muss man aber erwarten können, dass sie die Gehälter der 450 €-Kräfte korrekt abrechnen und die geringfügig Beschäftigten nicht auch noch bescheißen, weil sie Sozialversicherungsbeiträge sparen wollen.

Passt schon dazu:

Joerg ⌂, Donnerstag, 30.12.2021, 14:15 (vor 26 Tagen) @ lustiger_hans

von nachwuchstrainern allgemein, egal welche sportart.
sport kostet nunmal geld, ist aber enorm wichtig für die gesellschaft. finde ich zumindest.


dazu möchte ich mal aus eigener erfahrung etwas sagen, bei jugendtrainern oder minijob beschäftigten sporttrainern allgemein muss man m.e. überhaupt erst mal definieren was arbeitszeit ist, das reine hütchen aufstellen oder anleiten, sicherlich nicht,ein fall aus der praxis
bei einer jungen sportlerin stelle ich fest, dass sie sich die arme ritzt, ich spreche daraufhin mit ihr und wir vereinbaren einen gemeinsames gespräch mit den eltern, verabredet, gut eine stunde warten, anschließend fast 2 stunden fruchtloses gespräch, Telefonat ( mit dem jugendamt) treffen mit jugenamtsmitarbeiter (wieder ca. 2 stunden), und und und (mein stundenzettel für den monat war schon übervoll)
was ich damit sagen will ist eigentlich, man kann die zeit wenn man jugendarbeit ernst nimmt nie genau darstellen, aber man muss wissen ich habe es mit jungen menschen zu tun die Zeit benötigen über das rein sportliche hinaus, wenn ich das nicht kann bin ich mir.e. fehl am Platze
Was den fcb betrifft finde ich den kurzen prägnanten bei von est sehr passend


Naja, ich finde das Beispiel hinkt. Du hast lobenswerterweise deine Sorgen nicht mit Arbeitsende beiseitegeschoben, sondern dich darum gekümmert. Im Grunde ist das dann eigentlich dein Privat"vergnügen".

Das ist genau das was übungsleiter, trainer und betreuer in sportvereinen machen, wenn ich nicht rentner gewesen wäre.... dann ist das zeitlich nicht zu machen

Wärst du jetzt als Erzieher an der Wohneinrichtung der Sportler, wäre das genau deine Arbeit. Also müsstest du es abrechnen.

Ja absolut

Wenn aber z.B. dein Stundenzettel als Trainer schon übervoll ist und der Arbeitgeber sagt, du musst für ein total super-hoffnungsvolles Talent noch täglich eine Extraeinheit von 60 Minuten machen, dann wäre das Arbeit. Und diese nicht zu bezahlen wäre Betrug. Und zusätzlich: Das machen dann 2 Trainer täglich, schon ist ein 450 € Arbeiter eingespart.

ich habe das alles bewusst eigentlich auf vereine bezogen, nicht auf AGs, da wird eben nicht auf die stunde oder minute geschaut, da wird gemacht wa erforderlich ist

Jeder Dorfverein steht immer wieder vor solchen Problemen und man muss zwischen Ehrenamt, Aufwandsentschädigung und Angestellten herumjonglieren, manch ein Vorstand steht dauernd mit einem Bein im Knast.

Bei einem Profisportunternehmen mit einer dreiviertel Milliarde Jahresumsatz, das ein mehrere Hektar großes Zentrum zur professionellen Ausbildung von Nachwuchskräften unterhält, darf man allerdings erwarten, dass dort entsprechend korrekt gehandelt wird.

Das die von der anderen Straßenseite überhaupt so viele 450 € jobber beschäftigen ist eigentlich alleine schon ein skandal, obwohl das natürlich legitim ist

Passt schon dazu:

lustiger_hans, Donnerstag, 30.12.2021, 14:42 (vor 26 Tagen) @ Joerg

von nachwuchstrainern allgemein, egal welche sportart.
sport kostet nunmal geld, ist aber enorm wichtig für die gesellschaft. finde ich zumindest.


dazu möchte ich mal aus eigener erfahrung etwas sagen, bei jugendtrainern oder minijob beschäftigten sporttrainern allgemein muss man m.e. überhaupt erst mal definieren was arbeitszeit ist, das reine hütchen aufstellen oder anleiten, sicherlich nicht,ein fall aus der praxis
bei einer jungen sportlerin stelle ich fest, dass sie sich die arme ritzt, ich spreche daraufhin mit ihr und wir vereinbaren einen gemeinsames gespräch mit den eltern, verabredet, gut eine stunde warten, anschließend fast 2 stunden fruchtloses gespräch, Telefonat ( mit dem jugendamt) treffen mit jugenamtsmitarbeiter (wieder ca. 2 stunden), und und und (mein stundenzettel für den monat war schon übervoll)
was ich damit sagen will ist eigentlich, man kann die zeit wenn man jugendarbeit ernst nimmt nie genau darstellen, aber man muss wissen ich habe es mit jungen menschen zu tun die Zeit benötigen über das rein sportliche hinaus, wenn ich das nicht kann bin ich mir.e. fehl am Platze
Was den fcb betrifft finde ich den kurzen prägnanten bei von est sehr passend


Naja, ich finde das Beispiel hinkt. Du hast lobenswerterweise deine Sorgen nicht mit Arbeitsende beiseitegeschoben, sondern dich darum gekümmert. Im Grunde ist das dann eigentlich dein Privat"vergnügen".

Das ist genau das was übungsleiter, trainer und betreuer in sportvereinen machen, wenn ich nicht rentner gewesen wäre.... dann ist das zeitlich nicht zu machen


Klar. Irgendwie wirds auch erwartet. In manchen Gegenden sind das ja auch die einzigen Leute, die sich überhaupt um die Kinder kümmern. Aber ist halt Ehrenamt.

Wärst du jetzt als Erzieher an der Wohneinrichtung der Sportler, wäre das genau deine Arbeit. Also müsstest du es abrechnen.

Ja absolut

Wenn aber z.B. dein Stundenzettel als Trainer schon übervoll ist und der Arbeitgeber sagt, du musst für ein total super-hoffnungsvolles Talent noch täglich eine Extraeinheit von 60 Minuten machen, dann wäre das Arbeit. Und diese nicht zu bezahlen wäre Betrug. Und zusätzlich: Das machen dann 2 Trainer täglich, schon ist ein 450 € Arbeiter eingespart.

ich habe das alles bewusst eigentlich auf vereine bezogen, nicht auf AGs, da wird eben nicht auf die stunde oder minute geschaut, da wird gemacht wa erforderlich ist

Naja, im Grunde IST der Verein der AG. Machst du etwas ehrenamtlich, dann prinzipiell ohne Geld. Ansonsten liegt eben bezahlte Arbeit vor. Im Grunde (wenn auch etwas speziell) auch bei einer Übungsleiterpauschale (da sind schon sehr viele Vorstände drübergestolpert). Klar, da draußen passiert so einiges, das im Sinne des Finanzamtes sicherlich nicht ok ist. Ein A-Klasse Dorfverein kann oft kaum anders funktionieren. Nur ist man sehr schnell mal drüber, spätestens dann, wenn der Verein ordentlich Geld verdient und man immer noch meint, das machen alles Freiwillige und Gratis. Definitiv dann, wenn man Spieler anstellt und allerspätestens dann, wenn man den Profibetrieb in eine Kapitalgesellschaft auslagert ist halt Ende mit "alles Ehrenamt".

Jeder Dorfverein steht immer wieder vor solchen Problemen und man muss zwischen Ehrenamt, Aufwandsentschädigung und Angestellten herumjonglieren, manch ein Vorstand steht dauernd mit einem Bein im Knast.

Bei einem Profisportunternehmen mit einer dreiviertel Milliarde Jahresumsatz, das ein mehrere Hektar großes Zentrum zur professionellen Ausbildung von Nachwuchskräften unterhält, darf man allerdings erwarten, dass dort entsprechend korrekt gehandelt wird.

Das die von der anderen Straßenseite überhaupt so viele 450 € jobber beschäftigen ist eigentlich alleine schon ein skandal, obwohl das natürlich legitim ist

450 € war in vielen Bereichen früher "Teilzeit", also durchaus mal 15-20 Wochenstunden. Große Teile sind glücklicherweise inzwischen vom "Mindestlohn" umfasst. Damit muss man halt jetzt weitere Regelungen einhalten. Wenn das dann auf eine "mehr machen wir doch alle gerne"-Vereinsmentalität (bzw. ebendiese Erwartung von oben) trifft, arbeiten die Leute halt doch wieder deutlich mehr. Und dann wundern sich alle, wenn das Finanzamt auf der Matte steht. Und das in einer Aktiengesellschaft......

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