Deutscher Mietertag (Forum)

United Sixties, Donnerstag, 10.06.2021, 07:20 (vor 11 Tagen)

Hab gerade gehört, dass seit 2006 über 1 Mio. Sozialwohnungen weggefallen sind (von ursprünglich 2,1 Mio. insgesamt auf 1,1 Mio. ). Mein älterer Sohn hat eben eine sanierte Wohnung in M-Perlach bezogen und bezahlt auf regulären Mietmarkt für 70 qm Wfl. 1.300 Euro kalt mtl. Schwägerin zahlt 1.200 Euro für 80 qm Wfl. in Giesing.
Ist das inzwischen wirklich so extrem und wie schaut es denn inzwischen mit Genossenschaftswohnungen aus , was haben hier die SPD mit den Grünen als regierende Parteien verbockt oder warum wird da nicht deutlicher gegengesteuert ( hohe Baukostenentwicklung u.v.m. ) ?
Danke für Eure Einschätzungen und Tips

Deutscher Mietertag

lustiger_hans, Donnerstag, 10.06.2021, 07:27 (vor 11 Tagen) @ United Sixties

Hab gerade gehört, dass seit 2006 über 1 Mio. Sozialwohnungen weggefallen sind (von ursprünglich 2,1 Mio. insgesamt auf 1,1 Mio. ). Mein älterer Sohn hat eben eine sanierte Wohnung in M-Perlach bezogen und bezahlt auf regulären Mietmarkt für 70 qm Wfl. 1.300 Euro kalt mtl. Schwägerin zahlt 1.200 Euro für 80 qm Wfl. in Giesing.
Ist das inzwischen wirklich so extrem und wie schaut es denn inzwischen mit Genossenschaftswohnungen aus , was haben hier die SPD mit den Grünen als regierende Parteien verbockt oder warum wird da nicht deutlicher gegengesteuert ( hohe Baukostenentwicklung u.v.m. ) ?
Danke für Eure Einschätzungen und Tips


Genossenschaftswohnungen (städtische) hat man doch zuletzt ein paar an Luxusinvestoren verschachert, wenn ich mich recht entsinne?

Ansonsten sind so langsam eher Normalwohnungen das Problem. Am freien Markt ist eigentlich (zumindest Preislich) nur Luxus zu haben. SPD und Grüne haben hier insoweit eingegriffen, als dass man das Bauen durch diverse Auflagen zusätzlich verteuert hat.

Deutscher Mietertag

Chris (aus WS), Donnerstag, 10.06.2021, 08:55 (vor 11 Tagen) @ lustiger_hans

SPD und Grüne haben hier insoweit eingegriffen, als dass man das Bauen durch diverse Auflagen zusätzlich verteuert hat.

Nur interessehalber von einem Auswärtigen: welche Auflagen wären das genau?

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lustiger_hans, Donnerstag, 10.06.2021, 09:39 (vor 11 Tagen) @ Chris (aus WS)

SPD und Grüne haben hier insoweit eingegriffen, als dass man das Bauen durch diverse Auflagen zusätzlich verteuert hat.


Nur interessehalber von einem Auswärtigen: welche Auflagen wären das genau?

Z.B. der Isolierungswahn. Kostet viel und führt dann im blödsten Fall zu hohen Folgekosten.

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Chris (aus WS), Donnerstag, 10.06.2021, 09:55 (vor 11 Tagen) @ lustiger_hans

Die grün-rote Stadt München hat also nicht aufs Gebäudeenergiegesetz, einem von der Groko beschlossenen Bundesgesetz, verlassen, sondern regelt den sogenannten Isolierungswahn zusätzlich als örtliche Bauvorschrift nach Art. 81 BayBO, obwohl unter Art. 81 Abs. 1 Gebäudeisolierungen gar nicht als Gegenstand kommunaler Satzungen aufgeführt sind? Oder was genau wolltest du jetzt mitteilen?

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lustiger_hans, Donnerstag, 10.06.2021, 10:58 (vor 11 Tagen) @ Chris (aus WS)

Hab ich auch nie anders behauptet.

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Chris (aus WS), Donnerstag, 10.06.2021, 11:16 (vor 11 Tagen) @ lustiger_hans

Oh doch - du hast explizit im Hinblick auf die Stadt München behauptet: "SPD und Grüne haben hier insoweit eingegriffen, als dass man das Bauen durch diverse Auflagen zusätzlich verteuert hat." und hast dann auf Nachfrage ein Beispiel gebracht, das gar nicht im Verantwortungsbereich der Stadt München (SPD + Grüne), sondern der Bundesregierung (CDU, CSU und SPD) liegt.
Dass es grundsätzlich auch im Sinne der Mieter sein muss, dass durch gesetzliche Vorgaben der laufende Energieverbrauch eines Gebäudes gering gehalten wird (den zahlen schließlich am Ende auch die Mieter), sei hier nur mal am Rande erwähnt.
Dass es auch Fälle gibt, wo energetische Maßnahmen nach hinten losgehen, weil entweder Dämmstoffe zum Einsatz kommen, die einen brutalen Primärenergiebedarf in der Herstellung haben oder wo zusätzliche Haustechnik wie z.B. eine vollautomatisierte Lüftung plötzlich mehr Energie verbrauchen, als dass die gedämmte Gebäudehülle je einspart, das will ich gar nicht leugnen. Das ist dann aber weniger ein Fehler der Gesetzgebung als vielmehr ein Planungsfehler

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lustiger_hans, Donnerstag, 10.06.2021, 12:35 (vor 11 Tagen) @ Chris (aus WS)

Oh doch - du hast explizit im Hinblick auf die Stadt München behauptet: "SPD und Grüne haben hier insoweit eingegriffen, als dass man das Bauen durch diverse Auflagen zusätzlich verteuert hat." und hast dann auf Nachfrage ein Beispiel gebracht, das gar nicht im Verantwortungsbereich der Stadt München (SPD + Grüne), sondern der Bundesregierung (CDU, CSU und SPD) liegt.
Dass es grundsätzlich auch im Sinne der Mieter sein muss, dass durch gesetzliche Vorgaben der laufende Energieverbrauch eines Gebäudes gering gehalten wird (den zahlen schließlich am Ende auch die Mieter), sei hier nur mal am Rande erwähnt.
Dass es auch Fälle gibt, wo energetische Maßnahmen nach hinten losgehen, weil entweder Dämmstoffe zum Einsatz kommen, die einen brutalen Primärenergiebedarf in der Herstellung haben oder wo zusätzliche Haustechnik wie z.B. eine vollautomatisierte Lüftung plötzlich mehr Energie verbrauchen, als dass die gedämmte Gebäudehülle je einspart, das will ich gar nicht leugnen. Das ist dann aber weniger ein Fehler der Gesetzgebung als vielmehr ein Planungsfehler

Auf die Frage "was haben hier die SPD […]" als Gegenargument "von der Groko beschlossenen […]" anzuführen beendet für mich die Diskussion.

Das Problem der falschen Bauplanung/Sanierung, die dann z.B. zu höheren Heizkosten (ja, im isolierten bzw. halt billig mit Styropor beklebten Gebäude) plus höheren Gebäudekosten (=> Kauf- bzw. Mietkosten) habe ich jetzt schon öfter gesehen als Dämmungen, die tatsächlich etwas einsparen. Plus natürlich die Energie für Herstellung und Entsorgung (idR Sondermüll nach schlimmstenfalls schon 10 Jahren). Nur um eines der ganz groben Bespiele zu nennen.

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Chris (aus WS), Donnerstag, 10.06.2021, 13:08 (vor 11 Tagen) @ lustiger_hans

Auf die Frage "was haben hier die SPD […]" als Gegenargument "von der Groko beschlossenen […]" anzuführen beendet für mich die Diskussion.

Ich versuche es mal so zu erklären: selbstverständlich ist sowohl in Rot-Grün als auch in Groko die SPD enthalten. Du hast jedoch für den "Isolierungswahn" explizit Rot-Grün verantwortlich gemacht, was nachweislich falsch ist. So ist z.B. auch im Doppelbock sehr viel Wasser enthalten, ebenso wie in einer Apfelschorle. Zur Starkbierzeit bei einer Polizeikontrolle betrunken aus dem Auto zu purzeln und dabei zu lallen "I hab ja eh nur Apfelschorle trunga" ist dennoch wenig glaubwürdig.
Damit möchte ich übrigens nicht behaupten, dass eine rot-grüne oder grün-rote Bundesregierung das Gebäudeenergiegesetz unbedingt so viel besser gemacht hätte. Auch nicht, dass die Schuld an der Fixiertheit auf immer mehr Dämmung ohne intelligentes Konzept automatisch bei den Schwarzen liegen muss. Aber es gibt halt keinen Grund, sie von der Kritik automatisch und von vornherein auszunehmen.

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Chris (aus WS), Donnerstag, 10.06.2021, 11:18 (vor 11 Tagen) @ lustiger_hans

Übrigens entbehrt es bereits jeglicher Logik, auf die Frage, was genau du uns mitteilen wolltest mit

Hab ich auch nie anders behauptet.

zu antworten.

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Kraiburger, Donnerstag, 10.06.2021, 12:56 (vor 11 Tagen) @ Chris (aus WS)

Touche!

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nordkurvenasso, Donnerstag, 10.06.2021, 09:05 (vor 11 Tagen) @ United Sixties
bearbeitet von nordkurvenasso, Donnerstag, 10.06.2021, 09:17

Hab gerade gehört, dass seit 2006 über 1 Mio. Sozialwohnungen weggefallen sind (von ursprünglich 2,1 Mio. insgesamt auf 1,1 Mio. ). Mein älterer Sohn hat eben eine sanierte Wohnung in M-Perlach bezogen und bezahlt auf regulären Mietmarkt für 70 qm Wfl. 1.300 Euro kalt mtl. Schwägerin zahlt 1.200 Euro für 80 qm Wfl. in Giesing.
Ist das inzwischen wirklich so extrem und wie schaut es denn inzwischen mit Genossenschaftswohnungen aus , was haben hier die SPD mit den Grünen als regierende Parteien verbockt oder warum wird da nicht deutlicher gegengesteuert ( hohe Baukostenentwicklung u.v.m. ) ?
Danke für Eure Einschätzungen und Tips

Hab mal was von Angebot und Nachfrage gehört -

"Sozialwohnungen" sind solche Wohnungen, die dem normalen Arbeitnehmer, wenn er Vollzeit in "Nichtprekariatsverhältnissen" arbeitet, vorenthalten sind, weil er in der Regel "zuviel" verdient.

Hab einen Kumpel der in einer Genossenschaft als Bauleiter tätig ist. Er zitiert das klassische Beispiel von der Krankenschwester oder dem Krankenpfleger. Selbst die verdienen "zuviel".


Bei mir in der Nähe gibts eine Wohnanlage der Gewofag aus den 50/60er Jahren, wo früher kleine Angestellte mit ihren Familien gewohnt haben. (einer war Maler mit drei Söhnen, die er in den 70ern immer regelmässig verprügelt hat - klassisch im weissen Feinripp) Die sterben jetzt alle raus und die Nachfolger sind eben "sozialwohnungsberchtigt". Die Veränderung des Stadtbildes in unmittelbarer Umgebung ist gut zu beobachten.

Wieviel Einwohner hat München heute nochmal?
Und wieviel vor 30 Jahren?

Deutscher Mietertag

lustiger_hans, Donnerstag, 10.06.2021, 09:47 (vor 11 Tagen) @ nordkurvenasso

[…]

Bei mir in der Nähe gibts eine Wohnanlage der Gewofag aus den 50/60er Jahren, wo früher kleine Angestellte mit ihren Familien gewohnt haben. (einer war Maler mit drei Söhnen, die er in den 70ern immer regelmässig verprügelt hat - klassisch im weissen Feinripp) Die sterben jetzt alle raus und die Nachfolger sind eben "sozialwohnungsberchtigt". Die Veränderung des Stadtbildes in unmittelbarer Umgebung ist gut zu beobachten.

[…]

Das ist eines der zentralen Probleme. Die klassische einfache Wohnlage gibt es so einfach kaum noch. Das geht entweder komplett in den Sozialbereich (idR ALG II und selbst da gibt es lange Wartelisten) oder wird weggeschoben und es kommt ein Luxusblock drauf.

Wo der Maler jetzt mit seiner Familie wohnen soll, ist mir auch nicht klar. Außer er heiratet eine Unternehmensberaterin.

Vielleicht streicht der Gewofag in Zukunft ein MBA die Fassade, ich weiss es nicht.....

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BlueMagic, Donnerstag, 10.06.2021, 13:56 (vor 11 Tagen) @ lustiger_hans

Problem ist halt, dass die Unternehmensberaterin kaum einen Maler haben will, der dann im Feinripp ihre Söhne vermöbelt, während sie Arbeitsplätze wegsaniert.
Die heiratet dann doch lieber den gut verdienenden (Zahn)Arzt, der die Kinder evtl. auch vermöbelt, aber halt nicht im Feinripp

Klischeemodus aus

Deutscher Mietertag

hjs naja, Donnerstag, 10.06.2021, 09:38 (vor 11 Tagen) @ United Sixties

Der Kommune kann man meiner Meinung nach am wenigsten vorwerfen, denn München hat hier schon die größten kommunalen Wohnungsbauprogramme (inkl. Sozialwohnungen) aufgelegt, als man das in anderen Großstädten noch nicht hören wollte. Und: Man hat keine städtischen Wohnungen privatisiert. Zudem hat man die wenigen noch freien oder frei werdenden Flächen konsequent für den Wohnungsbau entwickelt, z.T. gegen den Widerstand der CSU (keine Wohnungen für den Pöbel!) und Grüne (Frischluftschneisen! (Und implizit): Keine Wohnungen für den Pöbel!)

Der Hauptvorwurf muss meiner Meinung nach an Bund und Land. Beide haben sich weitgehend aus dem sozialen Wohnungsbau verabschiedet. Und ein gewisser Söder hat ja ohne Not die GBW privatisiert.

Das war jetzt nur das Thema Angebot. Un das auch nur oberflächlich (dass z.B. die Umlandgemeinden kaum Wohnraum, sondern Gewerbeflächen schaffen, hängt mit dem Steuersystem zusammen). Das Thema Nachfragesteuerung und auch rechtliche Themen (Mieterschutz, juristischen Eingriff in Mietpreise, Steuer auf Bodenspekulation) sind dann noch mal separat zu sehen.

Deutscher Mietertag

TKP-Weisswuaschd, Donnerstag, 10.06.2021, 10:15 (vor 11 Tagen) @ hjs naja

Und ein gewisser Söder hat ja ohne Not die GBW privatisiert.

Naja, ganz so war es ja nicht.

Nachdem die BayernLB die Wohnungen verkaufen musste war für die Politik die Chance da, den Bestand zu übernehmen.
Aber sowohl Freistaat (CSU/ Söder) als auch Stadt (SPD/ Ude) haben das damals ganz wunderbar Hand in Hand versemmelt, um sich dann den schwarzen Peter hin und herzuschieben.

Der ganze Vorgang sollte eigentlich in jedem Studium der Politikwissenschaften als abschreckendes Beispiel dafür gelehrt werden, wie Wahlkampf, Parteiinteressen und persönliche Befindlichkeiten am Ende zu einem riesigen Scheissdreck führen...

Deutscher Mietertag

hjs nein, Donnerstag, 10.06.2021, 11:10 (vor 11 Tagen) @ TKP-Weisswuaschd

Das stimmt so nicht. Es gibt einen Schwarzen Peter hier, und der heißt Markus. Die Stadt München hat zusammen mit den anderen Städten mitgeboten, allerdings offenssichtlich weniger als das private Konsortium, dass dann den Zuschlag bekam. Nun muss die Stadt die Wohnungen portionsweise rückverstaatlichen, was sauerteuer ist. Der Söder-Effekt.


https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/muenchen-viele-wollen-die-gbw-kaufen-art-182615

Deutscher Mietertag

BlueMagic, Donnerstag, 10.06.2021, 14:11 (vor 11 Tagen) @ hjs nein

Passt doch im Sinne der CSU. Hat man der privaten Wohnungswirtschaft die begehrten Wohnungen im Sonderangebot verramscht und kauft sie jetzt mit Steuermitteln zum aktuellen Marktpreis zurück.
Da würde ich mal als CEO einer privaten Wohnungsbaugesellschaft und CSU-Wähler sagen: Bravo, gut gemacht! Und die paar Wähler die jetzt wegen sowas zur AfD wechseln, kann man schon verschmerzen.

Deutscher Mietertag

TKP-Weisswuaschd - Doch, Donnerstag, 10.06.2021, 20:51 (vor 11 Tagen) @ hjs nein

Das stimmt so nicht. Es gibt einen Schwarzen Peter hier, und der heißt Markus. Die Stadt München hat zusammen mit den anderen Städten mitgeboten, allerdings offenssichtlich weniger als das private Konsortium, dass dann den Zuschlag bekam. Nun muss die Stadt die Wohnungen portionsweise rückverstaatlichen, was sauerteuer ist. Der Söder-Effekt.

Ernsthaft? Sei mir nicht böse, aber diese Politikspielchen sind einfach nur ermüdend.

Das Angebot des städtischen Konsortiums (führend mit München und Nürnberg, beide SPD regiert) mit irgendwas um die 650 Millionen Euro war doch nicht mehr als ein Alibi unter dem Deckmantel "es gähd hoid ned".
Das sind im Mittel bei ~30.000 Wohnungen irgendwas um die 22.0000 Euro pro Wohnung.
Die Patrizia hat (wenn ichs richtig im Kopf habe) für ummara 850 Millionen den Zuschlag bekommen. Da haben die Sektkorken laut geknallt, als man den Bestand für einen Ramschpreis erworben hat.

Die Wahrheit ist:
Die Städte hatten doch überhaupt keinen Bock darauf, sich diesen Bestand ans Bein zu binden und haben dann mit diesem Kasperlangebot versucht den Schein zu wahren.
Sehr weitsichtig gedacht, wie so oft.

Fakt ist:
Anstatt dass Stadt und Land den Schulterschluss suchen, haben beide rumgesponnen und sich (ich wiederhole mich) hinterher den schwarzen Peter hin und hergeschoben.

Dass die Stadt dann für 200 Millionen nur einen Bruchteil des eigentlichen Bestands zurückkauft ist nicht der Söder-Effekt, sondern zeigt einfach nur die Dummheit und Kurzsichtigkeit der Politiker aller (!) Coleur auf.

Deutscher Mietertag

hjs nein, Freitag, 11.06.2021, 07:30 (vor 10 Tagen) @ TKP-Weisswuaschd - Doch

Da wird kein Schuh draus, aus dem, was du sagst.
Die Städte wollten kaufen, das hätte auch zur Politik von beiden gepasst, da sie ja ihren Wohnungsbestand vergrößern möchten. Dass ein öffentliches Konsortium niemals mit einem privaten mithalten kann, das leuchtet uns sicher beiden ein. Die Entscheidung war bereits gefallen, als Söder ohne Not und ohne Rücksicht auf zigtausend Mieter beschloss zu verkaufen.

Deutscher Mietertag

TKP-Weisswuaschd, Freitag, 11.06.2021, 10:05 (vor 10 Tagen) @ hjs nein

Da wird kein Schuh draus, aus dem, was du sagst.
Die Städte wollten kaufen, das hätte auch zur Politik von beiden gepasst, da sie ja ihren Wohnungsbestand vergrößern möchten. Dass ein öffentliches Konsortium niemals mit einem privaten mithalten kann, das leuchtet uns sicher beiden ein. Die Entscheidung war bereits gefallen, als Söder ohne Not und ohne Rücksicht auf zigtausend Mieter beschloss zu verkaufen.

"Es gähd hoid ned" und Schuld sind immer die anderen.

Deutscher Mietertag

Herbert, Freitag, 11.06.2021, 15:52 (vor 10 Tagen) @ hjs nein

Da wird kein Schuh draus, aus dem, was du sagst.
Die Städte wollten kaufen, das hätte auch zur Politik von beiden gepasst, da sie ja ihren Wohnungsbestand vergrößern möchten. Dass ein öffentliches Konsortium niemals mit einem privaten mithalten kann, das leuchtet uns sicher beiden ein. Die Entscheidung war bereits gefallen, als Söder ohne Not und ohne Rücksicht auf zigtausend Mieter beschloss zu verkaufen.

Hast Du Dir den Preis pro Wohnung mal angeschaut?

Und dann noch:
1. Die Wohnungen hätten nie als Paket sondern einzeln verkauft (mit Vorkaufsrecht für den jeweiligen aktuellen Mieter) werden sollen. -> ok, evtl. ein Problem mit danach weniger Mietwohnungen als vorher, aber dafür auch "ein Mieter" weg vom Mietmarkt (der, der die jeweilige Wohnung gekauft hat)
2. Das Land bzw. der Bund kann / darf die Wohnungen nicht verschenken.
3. Die Städte hätten einen sinnvollen Preis bieten sollen oder (keine Ahnung ob das in diesem Fall dann noch gegangen wäre) Ihr Vorkaufsrecht ziehen sollen. -> den Punkt würde ich, falls mich das Thema interessieren würde, sehr gut prüfen

PS: Obige Punkte sind allerdings natürlich sehr laienhaft da ich mich mit dem Thema nicht intensiv auseinander gesetzt habe.

Fakten zum Wirtschaftskrimi CSU/GBW/Söder

Hausmeisterin Martha, Donnerstag, 10.06.2021, 13:28 (vor 11 Tagen) @ TKP-Weisswuaschd

Der BR hat dazu intensiv recherchiert: https://www.br.de/nachricht/inhalt/akte-gbw-wirtschaftskrimi-100.html

Deine Geschichte wird möglicherweise auf den Fluren der BayernLB so erzählt. Der BR präsentiert andere Erkenntnisse.

Und ein gewisser Söder hat ja ohne Not die GBW privatisiert.

Naja, ganz so war es ja nicht.

Nachdem die BayernLB die Wohnungen verkaufen musste war für die Politik die Chance da, den Bestand zu übernehmen.
Aber sowohl Freistaat (CSU/ Söder) als auch Stadt (SPD/ Ude) haben das damals ganz wunderbar Hand in Hand versemmelt, um sich dann den schwarzen Peter hin und herzuschieben.

Der ganze Vorgang sollte eigentlich in jedem Studium der Politikwissenschaften als abschreckendes Beispiel dafür gelehrt werden, wie Wahlkampf, Parteiinteressen und persönliche Befindlichkeiten am Ende zu einem riesigen Scheissdreck führen...

Fakten zum Wirtschaftskrimi CSU/GBW/Söder

United Sixties, Donnerstag, 10.06.2021, 20:24 (vor 11 Tagen) @ Hausmeisterin Martha

Zurück zur Frage zum Tage: passiert in der Landeshauptstadt genug, um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten, zu planen und zu realisieren?

https://www.muenchen.de/rathaus/dam/jcr:1011cfc8-d5d2-41fc-af0a-118ac5da5c86/20210101_Organigramm_PLAN_extern.pdf

Und zwar nicht für Besserverdienende mit oder ohne Zweit und Drittwohnungen .

Fakten zum Wirtschaftskrimi CSU/GBW/Söder

TKP-Weisswuaschd, Freitag, 11.06.2021, 09:46 (vor 10 Tagen) @ Hausmeisterin Martha

Deine Geschichte wird möglicherweise auf den Fluren der BayernLB so erzählt.

Die sind alle im Home Office, Depp

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