Hier die Pressemitteilung des FCB dazu (Forum)

Faktenprüfer, Wednesday, 29.12.2021, 07:46 (vor 233 Tagen) @ der cheffrager

mich interessiert dabei eher: was verdienen die angestellten im campus zusammen? (oder was kostet das ganze konstrukt da ingesamt) dann kann man das in relation zu den spielergehältern setzten. wie viele rasenmähermenschen, hausmeister, reinigungskräfte, trainermenschen braucht es um nur einen neuer zu bezahlen? oder der stürmer da: wieviele reinigungskräfte könnten anständig bezahlt werden, wenn der nur auf 2% von seiner kohle verzichten würde?


Diesen Vergleich Spielergehälter mit den übrigen Gehältern halte ich für nicht legitim und führt in die übliche Sozialneid Debatte…

Meines Wissens, bekommt jeder Angestellter beim Schmutz automatisch für jeden gewonnen Titel der 1 Mannschaft ein zusätzliches Monatsgehalt, d.h. die Reinigungskraft (sollte sie bei denen Angestellt sein und nicht von einer externen Firma kommen) profitiert durchaus vom hohen Gehalt des Stürmers, würde er nämlich dieses nicht bekommen, würde er seine Tore bei einen anderen Verein schiessen….

Es geht für mich hier um ein Problem, dass alle NLZ betrifft und nicht nur das vom Schmutz, hier ist der DfB gefordert für klare Richtlinien zu sorgen, dieser schreibt ja auch den Betrieb des NLZ vor und Zertifiziert diese.
Bei der Zertifizierung wird alles mögliche geprüft, die Entlohnung der Mitarbeiter allerdings nicht, wenn das NLZ einen Stern oder z.B. eine monetäre Prämie für angemessene Löhne der Angestellten bekommt, würde sich evtl etwas bessern.

Der DFB/DFL könnte auch vorschreiben, dass jeder Spieler der aus einem NLZ kommt und einen Vertrag bei einem 1 oder 2 Ligisten unterschreibt, für die Dauer des Vertrages 5-10% seines Gehaltes jedes Jahr an das NLZ zu überweisen, dass ihn ausgebildet hat, oder dass die Vereine/Kapitalgesellschaften einen prozentualen Anteil der von Spielern aus dem NLZ generierten Ablösesummen zielgerichtet wieder in das NLZ fliessen lassen müssen.
DFB/DFL könnten auch die Ausbildungsentschädigung der UEFA bei internationalen Wechsel auch bei nationalen Wechsel einführen oder die bestehenden Tarife einfach erhöhen.

Aber die Realität ist halt, dass viele Trainer ein NLZ als Sprungbrett für eine grosse Trainerkarriere sehen und sich deshalb damit Abfinden in den Anfangsjahren erstmal für lau zu arbeiten, um dann an die grossen Töpfe zu gelangen und wenn man sieht, wieviele der aktuellen Trainer tatsächlich aus der Jugendarbeit kommen und dann einen der begehrten Jobs in Liga 1-3 bekommen, dann klappt es ja auch bei vielen.
Über das Salär im NLZ beschweren sich die Trainer, die es nicht geschafft haben und dann gibt es noch einen Haufen Trainer die mit Ihrer Entlohnung zufrieden sind, weil sie diesen Job als Hobby sehen und gerne mit den Jugendlichen arbeiten, die sich z.B. auf ein Turnier im Ausland genauso freuen wie die jugendlichen Spieler und dafür gerne Ihre Freizeit/Urlaub opfern.

Eine „gerechte“ Entlohnung für all den Aufwand und Zeit die ein guter Trainer im Jugendbereich aufbringen muss und damit meine ich nicht nur im NLZ, sondern auch in den ganzen Vereinen, kann der Gesetzgeber nicht reglementieren- es wird immer auch vom Engagement und Bereitschaft der Trainer*innen abhängig sein, die monetär nicht zu bewerten ist.


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