Der Fan hat ein Recht auf die Wahrheit (Forum)

Zeitgeist1860, Samstag, 11.08.2018, 21:09 (vor 8 Tagen) @ tomtom

Es ist eine wichtige und interessante Frage: wer ist der Maulwurf beim TSV München von 1860 e.V.? Die Antwort ist eigentlich relativ einfach: im aktuellen Fall gibt es keinen Maulwurf. Weil allen Presse-Vertretern klar war, dass die Unterschrift fehlt. Dazu benötigt es keinen Maulwurf.

Seit Wochen hakt die Presse nach. Sie ist bemüht ihren Job zu machen und dem Gemeinwesen die Möglichkeit zu geben informiert zu werden. Und es gab sowohl von der KGaA, dem e.V. und auch HAM International auch stets eine Antwort. Die lauteten "wir sind auf einem guten Weg" oder "es ist alles vorbereitet" oder "es gab noch formale Schwierigkeiten aber nun geht alles seinen Gang", usw. Für die Presse ist das mehr als unzufriedenstellend. Man kann von der Presse halten was man mag, aber eines ist sicher. Sie hat eine gewisse Verantwortung in unserer Gesellschaft und muss dieser gerecht werden. Und so stellte sich seit Wochen die Frage ob nun davon gesprochen werden soll, dass die Verträge letztendlich nicht unterschrieben sind. Der Presse war auch klar, dass der "Spielball" beim HAM International lag. Sollte also eine Unterschrift fehlen, dann tatsächlich von der Investorenseite. Und die unzufriedenstellenden Antworten deuteten ganz klar darauf hin. Die schlußendliche tatsächliche Feststellung, dass die Unterschrift fehlt, ist im Übrigen vor allem der Tatsache geschuldet, dass HAM International keine vernünftigen und klarstellenden Aussagen getroffen hat.

Der TSV München von 1860 e.V. hat sich in der Zeit äußerst fair verhalten und nicht bestätigt, dass die Unterschrift fehlt. Lügen konnte man allerdings auch nicht. So hat man eben stets betont, dass alles "man guter Dinge ist und eine gemeinsame Lösung gefunden hat". Und mit dieser Aussage beließ man es. Ein fairer Zug gegenüber dem Investor, der bis zuletzt schlichtweg sowohl die KGaA als auch den e.V. "zittern" lassen hat. Denn klar ist auch, dass man bei der KGaA eine Invsolvenzverschleppung vermeiden muss. Mit Versprechen hat man noch langen nicht die finanziellen Mittel, sondern erst mit der Unterschrift. Wobei in dem Fall ja noch das Darlehen der Bayerischen als Sicherheit diente.

Saki Stimoniaris fuhr eine seltsame Taktik. Die betonte Danksagung an Ismaik im Hinblick auf die 2 Millionen waren durchaus seltsam. Man kann das aus dreierlei Sicht sehen: entweder hat Stimoniaris nicht gewusst, dass die Verträge noch nicht unterschrieben waren, wovon man nur schwer ausgehen kann, oder er hat trotz des Wissen, dass nichts unterschrieben war, positive Publicity betreiben wollen, oder aber er wollte selbst Druck auf Ismaik ausüben. Was auch immer seine Beweggründe waren oder sind, so richtig nachvollziehbar sind sie nicht.

Die Presse hat durchaus Druck gemacht und immer wieder betont, dass man den Leserinnen und Lesern (und damit auch den Fans) eine Antwort schuldig ist. Zuletzt war es dann doch so, dass man in einem Bericht es einfach ansprechen musste. Die Reaktion war ja im Endeffekt auch deutlich sichtbar: es wurde sofort unterschrieben.

Es sollte jedem klar sein, dass die Unterschrift nach der Veröffentlichung der Nichtunterzeichnung getätigt wurde. Das man behauptet hat, dass die Unterschrift bereits Nachmittags getätigt wurde, ist verständlich. Dafür gibt es jedoch keine Beweise. Und die Meldung an die Presse ging auch tatsächlich erst raus, als die Nichtunterzeichnung veröffentlicht wurde.

Die politischen Spielchen zermürben die Fangemeinde ungemein. Saki Stimoniaris ist durchaus vorzuwerfen, dass er die zumindest medial gesehen treibende Kraft dieser Taktik ist. Investor Hasan Ismaik hat schlichtweg wieder einmal die falschen Berater.

Immer wieder wird vom e.V. Transparenz gefordert. Das ist relativ leicht, denn das Präsidium ist greifbar. Man kann sie anschreiben, anrufen oder bei Spielen oder Veranstaltungen ansprechen. Weder HAM International noch seine Vertreter in München sind in ausreichendem Umfang erreichbar. Von der eMail-Adresse info@hamg.ae bekommt man grundsätzlich keine Antwort. Das war vor zwei Jahren ganz anders. Auch telefonisch erreicht man niemand. Eine Kontaktaufnahme über Twitter oder Facebook schlägt ebenfalls fehl. Vor allem die Presse hat jedoch ein Anrecht darauf einen Ansprechpartner zu haben und Antworten zu bekommen. Denn es geht hier um einen deutschen Verein mit großem öffentlichen Interesse. Es ist schlichtweg eine Frechheit sich derart abzukapseln und keine Antworten zu liefern. Aber es spiegelt leider die gesamte Art wieder, wie man mit 1860 und dem Umfeld umgeht.


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