Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen (Forum)

BlueMagic, Montag, 04.02.2019, 15:09 (vor 17 Tagen)

https://ru.muenchen.de/2019/24/Fahrradparken-Gruenwalder-Stadion-82800

Das ist der entscheidende Absatz:

"Die in München beziehungsweise in der näheren Umgebung ansässigen Fans nutzen für die Anreise den öffentlichen Nahverkehr. Der An- beziehungsweise Abtransport mittels U-Bahn, Bus und Tram funktioniert problemlos. Die Anfahrt zum Stadion mittels Pkw findet nur sehr vereinzelt statt und ist daher zu vernachlässigen. Die Anreise mit dem Fahrrad konnte bislang nur in geringem Maße festgestellt werden. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gibt es sowohl an den U-Bahnhöfen Wettersteinplatz und Candidplatz als auch hinter der Westkurve im Bereich des Oxnerweges.Aus Sicht des Polizeipräsidiums München sind die derzeitigen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder absolut ausreichend. Auch bei einer möglichen Erweiterung der Zuschauerkapazität wird hier kein Handlungsbedarf gesehen."

Wie war das mit "es gähd hoid ned, wo wuisdn do parkn?"
Aber wir Fans waren ja Plärrer und Störer und hatten keine Ahnung.
Außer ein paar unverbesserlichen Autofetischisten haben offensichtlich alle erkannt, dass Fußball schauen und mit dem Auto hinfahren eben nicht untrennbar miteinander verbunden sind, wie beim monatlichen Großeinkauf.
Fazit: Es will da keiner parken!
Also ist auch der geforderte Stellplatznachweis bei Kapazitätserhöhung kompletter Unsinn.
Ich behaupte sogar, dass die ÖPNV-Kapazität an der Stelle sogar für 40.000 Zuschauer völlig problemlos wäre. Interessant auch, dass selbst das Polizeipräsidium offensichtlich schon von einer Kapazitätserhöhung ausgeht. Den letzten Satz hätten sie nämlich auch weglassen können.

Ich bitte diejenigen, die sich noch intensiv mit dem Thema beschäftigen, diese Stellungnahme zu registrieren und zu gegebener Zeit evtl. auch in ein Briefing des Gutachters zum Stadionausbau einzubringen.

Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

Chris (aus WS), Montag, 04.02.2019, 15:20 (vor 17 Tagen) @ BlueMagic

"Nach Paragraph 60 Abs. 9 GeschO dürfen sich Anträge ehrenamtlicher Stadtratsmitglieder nur auf Gegenstände beziehen, für deren Erledigung der Stadtrat zuständig ist. Der Inhalt Ihres Antrages betrifft jedoch eine laufende Angelegenheit im Sinne von Artikel 37 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 GO und Paragraph 22 GeschO, deren Erledigung dem Oberbürgermeister obliegt. Eine beschlussmäßige Behandlung der Angelegenheit im Stadtrat ist daher rechtlich nicht möglich."
So geht´s zu in der großen Stadt. Das würde mir ja grad noch einfallen, eine Geschäftsordnung zu beschließen, wo man sich als Stadtrat, das Recht beschneidet, dem Bürgermeister größtmöglich und zu was-auch-immer auf die Nerven zu gehen.
Zum Thema: Ich fänds trotzdem gut, wenn da noch mehr Radlständer hinkämen. Angebot schafft Nachfrage.

Es geht doch bloß um den Unterschied

hjs so a schmarrn, Montag, 04.02.2019, 15:30 (vor 17 Tagen) @ Chris (aus WS)

zwischen Antrag und Anfrage. Natürlich kann der Stadtrat nix beschließen, was er nicht beschließen darf. Fragen darf man wiederum alles. Das ist vermutlich überall so.

Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

BlueMagic, Montag, 04.02.2019, 15:43 (vor 17 Tagen) @ Chris (aus WS)

Wenn der Münchner Stadtrat sich um noch mehr Details kümmern würde, dann würden die monatlichen Sitzungen nicht mehr reichen und wir arme Mitarbeiter müssten noch mehr Sitzungsvorlagen verfassen.
Das passt schon so.

Bezüglich dem Bau von Fahrradabstellanlagen und dem Angebot statt Nachfrage gebe ich dir voll Recht.
Habe mir aufgrund der Antwort auch schon überlegt, warum da so wenige mit dem Rad hin fahren. Die Lösung ist relativ einfach: nur aus Richtung Süden (Grünwald) gibt es einen wunderschönen Radweg getrennt vom PKW-Verkehr.
Aus Richtung Stadt ist es eigentlich eine Zumutung mit dem Radl zum Stadion zu kommen. Z.B. von Bogenhausen über Haidhausen. Ein auf Sicherheit bedachter Radfahrer überlegt sich das sehr gut, ob er sich das antun will. Mit Kindern geht das überhaupt nicht. Viel zu gefährlich.

Jetzt hat die SPD ja mal eine Zukunftsvision zum Verkehr in München mit Anträgen in den Stadtrat eingebracht und der OB den Vorrang von ÖPNV, Rad und Fußgängern vor Autos angekündigt. Bin ja gespannt, ob sie das dann auch durchhalten, wenn die CSU wieder den Wegfall von ein paar Parkplätzen beklagt, weil eine Busspur oder ein Radweg mehr Platz brauchen als bisher.

Ich frage mich immer, warum bei Wohnungen die Kauf- und Mietpreise entsprechend der Nachfrage ins völlig Unsoziale steigen dürfen. Der Platz für die Autos in der Stadt aber nicht entsprechend der zunehmenden Bevölkerung und der zunehmenden Größe dieser Blechkisten massiv teurer wird! Ein Dach über dem Kopf ist Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Ein Auto nicht unbedingt!!! Ich würde jedem der innerhalb des Mittleren Rings seine Blechkiste auf die Straße stellt im Sinne von Angebot und Nachfrage mind. 5 € (Smart) Parkgebühr pro Tag/Nacht abknöpfen. Je mehr Platz das Ding braucht umso mehr. Schwupps würden kleinere Autos gebaut werden und viele auf Car Sharing umsteigen. Das Problem wäre gelöst.

Und kommt mir keiner mit unsozial. Luxus war schon immer teuer. Und Auto fahren in einer Großstadt muss bei den Problemen, die wir haben schlichtweg zum Luxusgut werden. Jedenfalls viel eher als Wohnraum.
Fazit: politisch völlig falsche Prioritäten gesetzt!

Aber was solls? Bin ja nur ein dummer, kleiner Plärrer und Störer, der keine Ahnung hat.

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Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

Nik ⌂ @, Montag, 04.02.2019, 17:55 (vor 17 Tagen) @ BlueMagic

Habe mir aufgrund der Antwort auch schon überlegt, warum da so wenige mit dem Rad hin fahren. Die Lösung ist relativ einfach: nur aus Richtung Süden (Grünwald) gibt es einen wunderschönen Radweg getrennt vom PKW-Verkehr.
Aus Richtung Stadt ist es eigentlich eine Zumutung mit dem Radl zum Stadion zu kommen. Z.B. von Bogenhausen über Haidhausen. Ein auf Sicherheit bedachter Radfahrer überlegt sich das sehr gut, ob er sich das antun will. Mit Kindern geht das überhaupt nicht. Viel zu gefährlich.

Im Sommer bin ich öfters mit dem Radl aus Pasing ins Stadion gefahren. Gute 45 Minuten, und heimwärts geht's bergab. Passt :-)

Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

United Sixties, Montag, 04.02.2019, 16:17 (vor 17 Tagen) @ BlueMagic

Wollte man nicht bis Ende Januar möglichst bald eine neue, fundierte Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen?
Die Lizenplanungen zur neuen Saison müssten doch bis Mitte März beim DFB eingereicht sein, also wenig Zeit für Aufschub.

Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

Beobchter, Montag, 04.02.2019, 16:26 (vor 17 Tagen) @ United Sixties

Wollte man nicht bis Ende Januar möglichst bald eine neue, fundierte Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen?
Die Lizenplanungen zur neuen Saison müssten doch bis Mitte März beim DFB eingereicht sein, also wenig Zeit für Aufschub.

Die Machbarkeitsstudie hat sicher nichts mit der Lizenz von nächster Saison zu tun und ist auch von der Stadt beantragt und nicht von 1860. Hier gibt es Ergebnisse erst im Mai, also zu spät für die Lizenzunterlagen.

Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

hjs korrigierend, Montag, 04.02.2019, 16:26 (vor 17 Tagen) @ United Sixties

Nein, der alte Stand war, dass das Sportamt bis Ende Januar sagt, was geht. Allerdings wurde das dann ja im Januar von OB Reiter himself korrigiert, der eine externe Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat. Und die dauert seriöserweise ein paar Monate. Ich vermute, weiß es aber nicht, dass das gute alte Bremser-Sportamt sehr wenig reingeschrieben hätte und der dem Grünwalder Stadion relativ wohlgesonnenne Reiter wohl nach Lektüre eines Vorabentwurfs oder alarmiert von einem der 1860-Stadträte mit der externen Firma die Notbremse gezogen hat.

PS: Wegen Lizenz würd ich mir jetzt mal keine grauen Haare wachsen lassen: Aufsteigen werden wir dieses Jahr wohl eher nicht.

Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

BlueMagic, Montag, 04.02.2019, 16:31 (vor 17 Tagen) @ United Sixties

Kann mich nicht erinnern, ob in den Artikeln zur geplanten Machbarkeitsstudie ein Zeitplan genannt war. Ich glaube eher nicht. Ich denke, das zuständige Sportamt muss jetzt erst einmal die Vergabe an einen geeigneten Gutachter vorbereiten. Vielleicht ist das ja schon geschehen.
Ich glaube, dass man da seitens der Stadtspitze eher in politischen Zeiträumen denkt. Im Frühjahr 2020, also in einem guten Jahr, ist Kommunalwahl. Bis dahin will man das Thema vom Tisch haben und alle beteiligten Parteien wollen gut dabei gut aussehen. Die Löwenfans in München bringen bestimmt mehr Wählerstimmen, als die 6 (sic!) Hanseln die sich da vor Ort dagegen wehren.
Das wissen sie alle.
Die Lizenzierungszeiträume sind da eher nicht der zeitliche Faktor. Zumal bis März kein Ergebnis der Studie zu erwarten ist.

Zumindest um die Radler muss man sich keine Gedanken machen

United Sixties, Donnerstag, 07.02.2019, 19:30 (vor 14 Tagen) @ BlueMagic

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