Schäfer spricht über Ismaik ähnlich wie Reisinger (Forum)

Amafan, Montag, 05.03.2018, 15:57 (vor 225 Tagen)

Ex-Geschäftsführer Schäfer im Interview mit dem Kicker. Eines der Probleme, die zu diesem Absturz geführt haben, sieht Schäfer im unklaren Kurs von Ismaik. "Das Problem waren die ständigen Strategiewechsel. Diese basierten letztlich auch auf den Emotionen des Investors", erklärt der Ex-Geschäftsführer der Giesinger. "Wenn der Investor nach einem halben Jahr das Gefühl hatte, die Strategie ändern zu müssen, wurden dafür direkt neue Leute geholt, und alles wurde umgeworfen. Ein neuer Trainer, eine neue sportliche Führung, neue Spieler. Nichts konnte sich entwickeln. Es führte am Ende zum Chaos und 2017 zum Abstieg in die Viertklassigkeit."

https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/schaefer-ueber-ismaik-hat-investor-einen-schlechten-tag-fliegt-auch-mal-trainer-raus-9666066.html

Interessanterweise hat sich um die Jahreswende Präsident Reisinger im Interview schon ähnlich geäußert: "Es darf übrigens niemand erwarten, dass unsere Probleme wie von Zauberhand verschwinden, weil plötzlich irgendein Mr. X das Ruder übernimmt. Darum müssen wir uns schon selbst kümmern. Diese Sehnsucht nach dem einen starken Mann, der alles kann und alles regelt, ist meiner Meinung nach beim TSV 1860 ein großer Teil des Problems und nicht der Lösung. Die vermeintlichen Erlöser mit großem Namen und ebensolchem Salär haben sich bei uns gegenseitig die Klinke in die Hand gegeben. Das waren nicht lauter Trottel. Aber keiner von ihnen bekam die nötige Zeit, um strukturiert und mit Perspektive arbeiten zu können. Alle sollten immer sofort liefern. Das ist aber unmöglich im Sport. Ausgerufene Drei-Jahres-Pläne schrumpften bei uns über Nacht zu Drei-Monats-Übungen. Wenn das endlich verstanden und auch im Umfeld des TSV 1860 akzeptiert wird, dann ist schon viel gewonnen."

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