Checkt das jemand? (Forum)

harie(ohne R), Dienstag, 04.06.2019, 23:09 (vor 106 Tagen) @ laimerloewe (c)
bearbeitet von harie(ohne R), Dienstag, 04.06.2019, 23:16

https://www.sueddeutsche.de/sport/tsv-1860-muenchen-aus-der-geschaeftsordnung-fuer-die-geschaeftsfuehrung-1.4474874?fbclid=IwAR0kw2Z0dIQG-v22NzFxcZfHkI9wc-cXbTav4QFngi4LC-INX989cJk3upI

Der Geschäftsführungs GmbH gehört doch gar nix, wie kann die über rechteverwertung der kgaa entscheiden? Andererseits kann doch in der kgaa durch 50+1 der ev entscheiden, was er will. Oder ist das bei Sponsoring Verträgen irgendwie ausgeschlossen?


Nur die Geschäftsführungs-GmbH ist zur Führung der Geschäfte in der KGaA befugt.
Die Geschäftsordnung für die Geschäftsführer betrifft also deren Tätigkeit für die KGaA.

Dass diese Anfang 2014 eingeführt wurde verwundert daher nicht.

Bislang war das egal, weil der e.V. sowohl in der GmbH(100%) als auch der KGaA(51%) die Mehrheit hatte.
Liest man den Anhang zur Bilanz 12/13 der KGaA so findet man das Protokoll der Hauptversammlung der KGaA vom 04.04.14. Und daraus geht hervor, dass(vermutlich im Laufe des 2. Haljahres 2013) die Stimmrechte der 11% Vorzugsaktien erwachsen sind. Das ändert natürlich die Mehrheitsverhältnisse in der Hauptversammlung der KGaA. Bedeutet aber auch, HI bekäme plötzlich die Chance Einfluss auf Entscheidungen in der Geschäftsführung zu erhalten.

Wenn auch nicht direkt per Weisungsbefugnis, so doch indirekt über die Genehmigung einzelner Vorgänge und zwar außerhalb der einmaligen Genehmigung des Gesamtbudgets im KGaA-AR. Aber eben nur wenn das auch durch entsprechende Regelungen ermöglicht wird. Ergebnis = Geschäftsordnung für Geschäftsführer. Dort wird geregelt, dass jeder Vorgang durch die Gesellschafter genehmigt werden muss der bestimmte Betragsgrenzen überschreitet. Und hier hat HI nun mit 60% die Mehrheit und damit die Entscheidung.
In der 2. Liga kann man sich vorstellen, dass Verträge über 150.000 Euro praktisch das komplette Aufkommen an Transfers, Führungsgehälter, Sponsoren- und Vermarktungsverträge betrifft. Nimmt man dann noch hinzu, dass man diese Genehmigungspflicht auch für z.B. Rechnungen im Einzelfall über 10.000 Euro festlegen kann, so braucht man nicht viel Phantasie um sich vorstellen zu können wer eigetnlich die Geschäftsführung inne hat und warum es in der KGaA kaum wirklich professionelles Arbeiten geben kann.

Von der Normalität, dass nur außergewöhnliche Geschäfte, Änderungen der Unternehmensziele oder Überziehungen des genehmigten Haushalts eine Gesellschafterzustimmung erfordern, ist man entfernungstechnisch bei 1860 quasi in einem anderen Universum.


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