Ja, hier! (Forum)

Weisswuaschd to go, Donnerstag, 02.08.2018, 13:26 (vor 131 Tagen) @ Schwabinger

Wobei man schon aufpassen muss, den Sünching liegt nicht in Bayern (hier hat sich mal wieder einer auf Wikipedia einen Scherz erlaubt), sondern in China.
Und beim Chinesen schreibt man den Ort auch korrekt "Sün Ching".

Sün Ching bedeutet übersetzt "Große Stadt am kleinen Fluß, deren Einwohner jeden Tag lächeln, weil sie für die Partei und den geliebten Mao fleißig und produktiv arbeiten, während im kleinen Fluß die Fische baden".
Interessanterweise heißt Sün Ching schon seit über 8.000 Jahren so. Historiker schließen daraus, dass es also 6.000 vor Christus schon einen Mao gab, für den man fleißig arbeiten musste.
Zudem nehmen die Forscher an, dass besagter alt-Mao entweder Kommunist war oder ein schwäbischer Einwanderer aus Ägypten.

Wie auch immer:
Ich war mal in Sün Ching. Eine Geschäftsreise verschlug mich in diesen Ort, ich wurde von meiner Firma beauftragt, einen güldenen Reis zu finden. Den Reis wollte man zum aktuellen Reispreis aufkaufen, dann einschmelzen und dann am Goldmarkt wieder verkaufen.
Eine totsichere Sache.

Sün Ching liegt ziemlich abgelegen zwischen chinesischem Meer, Ulan Bator, Peking, der Grenze zu Nordkorea und Fürth. Es gibt keinen Flugplatz und keine Straße dort hin, weswegen man Sün Ching ausschließlich zu Fuß erreichen kann.
Ein beschwerlicher Weg, der in Peking startet und unter anderem durch den chinesischen Dschungel durch Wan Tan, Hau Hi, Hau Mi Ned und Faak Ju führt.

Besonders gefährlich ist das letzte Stück, dass vom berüchtigten panamonischen Hochlandtiger bewohnt wird. Eines dieser Geschöpfe griff mich und meine Wandergruppe an, aber zum Glück hatten wir die ISF dabei, die den Tiger mit den bloßen Händen erschlug. Also eher mit seinem Zeigefinger. Weil von so einem grattligen Tiger muss man sich nichts gefallen lassen, meinte die empörte ISF.

In Sün Ching angekommen war ich sehr angetan. Die haben dort viele berühmte Bauwerke nachgebaut, zum Beispiel das Taj Mahal, die Freiheitsstatue, den Eiffelturm und das Klo des Papstes im Vatikan (für den Petersdom war kein Platz mehr).
Dank meiner ausgezeichneten Kenntnisse in chinesisch fragte ich mich durch die ganze Stadt, wo es denn nun diesen Goldreis zu kaufen gebe.
Doch alle Einwohner lachten mich nur an und beteuerten, dass es hier keinen Goldreis gebe.
Das ist alles ein Marketinggag des Ministeriums für Tourismus und Hodenkobolde, um ausländische Devisen nach Sün Ching zu bringen.
Dann war es an mir zu lachen: Devisen hatte ich nämlich keine dabei. Stattdessen eine Gruppe voller Trachtendeppen, die ich denen dagelassen habe.
Seitdem hat Sün Ching keine Devisen, aber de Wiesn - und sind alles andere als glücklich darüber.

Weil Sün Ching ist jetzt total vollgespuckt, überall sind bsuffane Deppen unterwegs und jeder Chines ohne Billig-Lederhosn wird von Zugezogenen angemacht, warum er so untrachtig rumläuft.
Willkommen in München äääh Sün Ching, ihr Trottel!

Kurz vor der Abreise aus Sün Ching sprach mich noch ein freundlicher Chines an. Er wolle weg aus China und Fußballer werden, ob ich ihn nicht auf Firmenkosten mitnehmen könne.
Ich so: Logo.
Und kurz darauf kam noch ein Deutscher, der in Peking in einer Opiumhöhle weggenickt war und plötzlich in Sün Ching aufwachte. Auch er wollte nach Hause.
Ich so: Logo.

Und so zogen wir von dannen und marschierten gen München.

Die Namen der beiden?
Jiayi Shao und Frank Wild.


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