Ohne Hasan? (Forum)

friedhofstribüne, Donnerstag, 14.06.2018, 20:23 (vor 65 Tagen) @ Busfahra_
bearbeitet von friedhofstribüne, Donnerstag, 14.06.2018, 20:36

War es nicht immer unser Ziel, wieder ein "unabhängiges Sechzig" zu schaffen? Eben, dass wir keine Kompromisse mehr mit dem Geldwäscher und Menschenhändler machen müssen!

Dieses Ziel stellen wir jetzt hinten an, weil wir Kompromisse machen müssen. Das ist paradox, oder?


Aber mal ehrlich:
Ein "unabhängiges" Sechzig wird es im Bezug auf Fußball ohnehin nie wieder geben, der Zug ist einfach abgefahren. Egal, ob ein Investor jetzt Hasan, Jean-Jacques oder Franz-Xaver heißt. Und selbst eine Insolvenz der KGaA im vergangenen Jahr hätte ja nicht automatisch dazu geführt, dass Hasan weg ist.

Wenn dem so ist, ist es ja eigentlich eh egal. Warum soll es uns dann stören, wenn Hasan das ganze übernimmt. Eigentlich war doch das Ziel des e.V. hier eine Verbesserung, oder den Versuch von Lösungen anzubieten. Ich wollte eigentlich im Juli für eine Zukunft ohne Hasan abstimmen. Mit Hasan kann Team Profifußball auch.

Unter diesen Umständen bin ich erst mal zufrieden, dass es aktuell so läuft wie's läuft. Das Schlimmste, was aus meiner persönlichen Sicht kurzfristig passieren kann ist, dass das "Team Profifussball" den nächsten VR stellt. Und vor dem Hintergrund war es von e.V.-Seite fast alternativlos, diesem Deal zuzustimmen. Im Endeffekt hat der e.V. gezeigt, dass er durchaus gewillt ist, mit HI zu verhandeln und auch sich zu einigen, falls ein ansatzweise akzeptables Angebot kommt. Eine komplette Verweigerungshaltung wäre im Hinblick auf die MV verheerend gewesen.

Verheerend finde ich eher, wenn hier aus politischen Gründen einfach das Konzept des Aufbaus einer selbstständigen Zukunft eingerissen wird. Das positive Momentum greift HI ab, da er ja dieses tolle Angebot gemacht hat. Für den e.V. bleibt der Eindruck, dass es doch nicht ohne die Millionen vom Hasan geht. Und ganz ehrlich. Wie soll man jemanden erklären, dass diese finanzierten 2 Millionen auf Genußscheine etwas anderes sind, als die vielen MIllionen auf Genußscheinen, welche wir schon haben und die ja angeblich der Grund waren, dass wir uns nicht weiter verschulden wollten. Mir fällt da echt nichts schlüssiges ein.

Und sollte die KGaA irgendwann in den kommenden Jahrzehnten mal nennenswerte Gewinne einfahren, landen die sowieso allesamt bei Hasan, da kommt's auf die zwei Millionen auch nicht mehr an...

Jetzt nimmt es aber sitzbergersche Ausmaße an. :-D


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