Comical Oli bewirbt sich bei der „Titanic“ #TSV1860 (Forum)

Von DB24-watch auf fb, Samstag, 10.03.2018, 10:28 (vor 200 Tagen) @ tomtom

"Eigentlich wollten wir uns heute einfach nur auf das Abendspiel gegen den SV Seligenporten freuen, können nun aber nicht anders, als auf den neuesten „Ungezähmt“-Beitrag von Oliver Griss mit einer kurzen Analyse zu reagieren.

Als Einleitung fungiert die Spendensammlung der aktiven Fanszene, welche wie gewohnt nach erfolgreich durchgeführten Choreografien die Stadiongänger um einen kleinen Obolus zur Unkostendeckung bittet. Griss unterstellt daraufhin, dass mittels dieser Spenden auch die Spruchbänder finanziert würden, welche beim Spiel gegen Buchbach etwas politischer als gewohnt ausgefallen sind. Diese Einnahmen werden ausschließlich für Choreomaterialien aufgewendet und da die Spruchbänder keine Choreoelemente waren, werden diese folglich auch nicht durch die Spendeneinnahmen finanziert. Das augenscheinliche Ziel von Griss besteht hier offenbar darin, potenzielle Spenderinnen und Spender von einer Abgabe abzuhalten. Für Griss stellen diese Spruchbänder schlichtweg „Provokationen aus der Kurve“ dar, wodurch der geneigte Leser sich fragen wird, ob dem Blogbetreiber durch seine jahrelange Stadionpräsenz nicht aufgefallen ist, dass es hin und wieder zu vereinspolitischen Äußerungen, manchmal auch etwas derberer Natur, kommen kann? Wohlgemerkt wurde am Dienstag mit keinem einzigen Wort auf den Transparenten eine Person beleidigt oder verunglimpft. Dies sollte durch den Grundsatz der Meinungsfreiheit, auf welche sich Griss und DB24 gerne fortwährend berufen, doch gedeckt sein.

Offensichtlich stört es den Autor des Artikels, dass durch die Choreografie die Fußballabteilung des TSV gefeiert wurde, so versucht er mittels einer vorgeblichen Differenzierung - Lizenzmannschaft, U21 und U19 sind in der KGaA angesiedelt – vermeintliches Wasser in den Wein zu gießen. Es hat schon ein Geschmäckle, dass sich auf einmal Griss um dementsprechende institutionelle Unterscheidungen bemüht, wenn er doch immer wieder betont, ihm ginge es um Sechzig, nicht um e.V. oder KGaA.

Im Hinblick auf die Spruchbandthematik ist es bezeichnend, dass ausgerechnet die an den Bayerischen Fußballverband adressierte Banderole der Gruppierung „Münchner Freiheit 1860“ seiner Meinung nach eine Beleidigung darstellen würde. Dass Terminierungen unter der Woche seit jeher bei Fans großer Vereine zu Missstimmung führen können, ist allseits bekannt. Dass Spruchbänder oftmals auch mit einer gewissen Portion Ironie, Sarkasmus oder auch einfach nur Humor verfasst werden, eigentlich ebenso. Vielmehr aber verwundert der in diesem Zusammenhang fast freundliche Duktus von Griss gegenüber Dr. Rainer Koch, dem BFV-Präsidenten. Dieser sei dem Verein „nach dem Zwangsabstieg im vergangenen Jahr zur Seite gesprungen“, wodurch es ohne ihn „vermutlich keine Löwen-Party im Grünwalder Stadion gegeben“ hätte. Interessant von eben jenem Griss zu lesen, welcher es wie kein anderer versteht, seit Beginn die Rückkehr ins Grünwalder Stadion schlecht zu schreiben und die derzeitige positive Stimmung als Momentaufnahme oder ähnliches mau zu machen.

Als „kurios“ - neben „pikant“ einer der meistverwendeten Wörter auf DB24 - bezeichnet Griss das Spruchband „Die Mitgliederstimmen für die eigenen Karriere benutzen – No Saki & Cassalette“. Griss zufolge handele es sich hier um einen „Spruch, der das Ziel komplett [verfehle]“, wobei Griss die Nennung des vermeintlichen „Ziels“ des Spruchbandes zu kennen vorgibt, jedoch trotzdem außen vor lässt. Dass das Wort „Karriere“ sich auf diesem Transparent nicht auf den beruflichen Werdegang der beiden Männer bezieht, ist ihm entweder nicht aufgefallen, oder aber er nimmt dies als willkommenen Anlass, ein Loblied auf die beiden mittlerweile offiziell Ismaik nahestehenden Personen zu dichten. „Karriere“ bezieht sich hier auf die Vereinskarriere der beiden Personen. Während Stimoniaris fortwährend abgestritten hatte, Ismaik nahezustehen, hat Cassalette vor allem zum Ende seiner Amtszeit keinen Hehl aus seiner innigen Verbindung mit dem Investor gemacht. Die Tatsache, dass ersterer sich mithilfe der Mitglieder erst in ein Amt des e.V. wählen ließ, welches er dem Vernehmen nach nur sehr überschaubar wahrnahm, um wenig später als Sprecher Ismaiks in den KGaA-Aufsichtsrat zu ziehen, wird durch das erwähnte Spruchband angesprochen. Eine diesbezügliche Erklärung im Falle von Cassalette erübrigt sich an dieser Stelle.

Darauf aufbauend kommt Griss zu dem Schluss, dass man sich nicht zu wundern brauche, „dass sich immer mehr Sponsoren und Gönner von 1860 abwenden, wenn sie mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt werden“. Welcher konkrete „Gönner“, Ismaik ist schließlich nur Darlehensgeber, oder konkrete „Sponsor“ sich in den vergangenen Wochen und Monaten abgewendet hat, bleibt Griss schuldig. Stattdessen zieht er das Beispiel von Liqui Moly Chef Ernst Prost heran, mit welchen die jetzigen Vereinsverantwortlichen aufgrund der zeitlichen Diskrepanz von mehreren Jahren nichts zu tun haben. Weswegen sich KGaA-Geschäftsführer Scharold, der gleich zu Beginn seines Engagements von Ismaik persönlich beleidigt wurde (wozu Griss kein Wort verlor), für kritische Transparente der Fanszene bei Dr. Koch und Stimoniaris entschuldigen sollte, erschließt sich an dieser Stelle nicht. Es sollte davon ausgegangen werden, dass derartige, in der Öffentlichkeit stehende Personen mit Druck, bzw. Kritik von außen umzugehen und die Spruchbänder auch richtig einzuordnen wissen. Die Heranziehung des Zitates von Sepp Hilz vom April 2006, welcher kurz vorm Verkauf der Arena-Anteile behauptete, Sechzig hätte „vui Freind“, setzt dem „Ungezähmt“-Beitrag zum Ende noch die Krone auf.

Fazit: Wieder mal ein Beispiel für Tunnelblick-„Journalismus“ aus dem Hause DB24."


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