Schulz vs. ypsilanti (Forum)

Nikiforov, Freitag, 09.02.2018, 15:36 (vor 282 Tagen) @ Schindluder

Es geht doch darum, dass die Ängste völlig diffus sind. Das nutzen Hetzer wie die AfD aus und bemühen die Sterotypen, wie z.b. das Fremde.
Da jetzt zu sagen, das ist alles ein Schmarrn und uns geht es doch gut greift viel zu kurz. Die Tatsache, dass die da oben machen was sie wollen bzw. nicht das machen was die Wähler wollen ist ja z.b. nicht völlig aus der Luft gegriffen und lässt sich immer wieder gut beobachten.
Schaut man sich z.b. an wie im Osten den Menschen Anfang der 90er unser System einfach übergestülpt wurde und es hiess, ihr habt 40 Jahre alles falsch gemacht und das an was ihr geglaubt habt war alles Kokolores und sie jetzt sehen, dass sie die Verlierer sind und sie scheinbar wieder alles falsch gemacht haben, kann ich gut nachvollziehen, dass alle möglichen Sündenböcke dafür herhalten müssen. Die richtigen Fragen werden da nicht gestellt, weil sie kompliziert und vielschichtig sind.

Da kann ich dir eigentlich ziemlich zustimmen, v.a. die ersten beiden Absätze.
Zum Rest: Anfang/Mitte der 90er ging es Vielen im Osten wirklich dreckig. Auch heute geht es nicht allen gut dort, aber 40 Jahre DDR sind halt jetzt schon wieder bald 30 Jahre her.
Egal, diese dramatisierende Fundamentalkritik an den allgemeinen Zuständen gibt es ja nicht nur im Osten. Und ich finde das halt nicht gerechtfertigt und als Diskussionsgrundlage ungeeignet. So als hätten "die da oben" früher oder in irgendeinem anderen deutschen Staat mehr auf die Menschen und das Allgemeinwohl geachtet - das können mir die Jammerer nicht weis machen.
Möchte mich jetzt aber nicht zum Schönreder der herrschenden Verhältnisse machen. Es stimmt schon, der "Pöbel" hat immer das Recht zu mucken. Leider muckt er halt meist in die falsche Richtung...


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