Schulz vs. ypsilanti (Forum)

Schindluder, Freitag, 09.02.2018, 14:01 (vor 284 Tagen) @ Nikiforov

Nein, wir hier in Deutschland haben größtenteils keine schwierigen Zeiten.


Wenn das ein paar mehr Leute kapieren würden, dann wäre es einfacher anständig zu diskutieren.


Gute Art der Diskusion, verstehts halt endlich, dass wir recht haben, ihr Deppen.


So würde ich jetzt nicht unbedingt in die Diskussion einsteigen... Meinst Du, man sollte die Besorgnis über gefühlt schwierige Zeiten (Untergang des Abendlandes, die Jugend von heute, die da oben machen doch eh was sie wollen) stärker anerkennen, weil eine gefühlte Schwierigkeit ja irgendwie eine echte Schwierigkeit darstellt, wenn man sich nur genug darüber aufregt?

Mir fällt gerade auf, dass "schwierige Zeiten" auch heißen kann: schwer zu verstehen und zu überblicken. Da würde ich sogar zustimmen. Aber so eine richtig schwere Zeit ist unsere Zeit hierzulande tatsächlich für die wenigsten.

Es geht doch darum, dass die Ängste völlig diffus sind. Das nutzen Hetzer wie die AfD aus und bemühen die Sterotypen, wie z.b. das Fremde.
Da jetzt zu sagen, das ist alles ein Schmarrn und uns geht es doch gut greift viel zu kurz. Die Tatsache, dass die da oben machen was sie wollen bzw. nicht das machen was die Wähler wollen ist ja z.b. nicht völlig aus der Luft gegriffen und lässt sich immer wieder gut beobachten.
Schaut man sich z.b. an wie im Osten den Menschen Anfang der 90er unser System einfach übergestülpt wurde und es hiess, ihr habt 40 Jahre alles falsch gemacht und das an was ihr geglaubt habt war alles Kokolores und sie jetzt sehen, dass sie die Verlierer sind und sie scheinbar wieder alles falsch gemacht haben, kann ich gut nachvollziehen, dass alle möglichen Sündenböcke dafür herhalten müssen. Die richtigen Fragen werden da nicht gestellt, weil sie kompliziert und vielschichtig sind.


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